Coronavirus: Wie Produktion und Handel Engpässe bei Laderaumkapazitäten bewältigen können

Das Coronavirus wirkt sich auf die Transportkapazitäten in Europa aus: Die Nachfrage an Laderaum und Gütern aus Europa steigt an.

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18.03.2020

Die Ausbreitung des Coronavirus wirkt sich zunehmend auf den Straßengüterverkehr in Europa aus. Das Transportbarometer des FreightTech-Unternehmens TIMOCOM verzeichnet aktuell ein starkes Wachstum an internationalen Frachtangeboten. Aufgrund der aktuell gestiegenen Nachfrage an haltbaren Lebensmitteln und Verbrauchsgütern werden Transportkapazitäten derzeit international stärker als üblich nachgefragt. Hinzu kommen die anstehenden Feiertage, die die Situation noch weiter verschärfen könnten. Produzenten aus Industrie und Handel sollten sich schon jetzt auf Laderaumengpässe vorbereiten.

Für einen sicheren Geschäftsbetrieb gilt es, hier schon im Vorfeld Liefer- und Versorgungswege so diversifiziert wie möglich aufzustellen. Durch verschiedene Handlungsoptionen können Lieferengpässe vermieden werden.
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Der Fahrermangel in der Logistikbranche allein sorgt im Straßengüterverkehr seit Jahren für einen Engpass bei saisonalen Peaks. Die Auswirkungen des Coronavirus verstärken diesen Effekt abermals. Dies belegen auch die Daten des TIMOCOM Transportbarometers:

Insgesamt konnten im Januar und Februar dieses Jahres Steigerungen bei Frachtangeboten in ganz Europa festgestellt werden. Im Vergleich zum Januar 2019 wuchs der Bedarf um 9 Prozent. Im Februar 2020 stieg dieser Wert weiter an, sodass hier 13 Prozent mehr Frachten im Smart Logistics System von TIMOCOM als im Vergleichszeitraum 2019 eingestellt wurden. Betrachtet man das in Europa bisher am stärksten betroffene Land Italien, bestätigt sich der Trend durch die Auswirkungen des Coronavirus: Im Januar 2020 wurden hier insgesamt 11 Prozent mehr Frachten mit (Verlade- und) Entladeort in Italien als im selben Monat des Vorjahres erfasst. Im Februar 2020 wuchs der Wert nochmals an, sodass 34 Prozent mehr Frachten mit (Abhol- oder) Zielort in Italien als im Vorjahreszeitraum ausgeschrieben wurden. In den ersten Märzwochen zeigt sich dieselbe Tendenz: An vielen Tagen ist das Frachtaufkommen schon jetzt deutlich höher als im Vergleich zum März 2019: Der Import von Straßengütern nach Italien hat hier in den ersten zehn Tagen um 24 Prozent und der Export im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent zugelegt.

Ergänzend dazu führen laut den Experten des IT- und Datenspezialisten TIMOCOM die vorerst ausbleibenden Waren aus China zu einer wachsenden Nachfrage an Produkten aus Europa. Zudem hat der Handel u. a. Lebensmittellieferanten dazu angehalten, größere Mengen an Lebensmitteln und Verbrauchsgütern bereitzustellen. In den Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen wurde dazu das bestehende Sonntagsfahrverbot für LKW vorübergehend gelockert, um Versorgungsengpässe und Warenmangel als Folge der Ausdehnung des Coronavirus zu vermeiden. Diese Maßnahme soll aktuell bundesweit ausgedehnt werden. Wenn sich der Trend fortsetzt, wird die Nachfrage an Laderaum in KW 15 und KW 16 aufgrund der Feiertage und der damit verkürzten Arbeitswoche weiter steigen.

Diversifizierte Liefer- und Versorgungswege sichern den Geschäftsbetrieb

Wie sollten Unternehmen aus Industrie und Handel mit der aktuellen Situation umgehen?
Wichtig ist im ersten Schritt, Klarheit und Transparenz über die verschiedenen Ebenen der Lieferkette entlang des Wertschöpfungsprozesses zu erhalten. Dabei sind folgende Aspekte zu beachten: Welche Materialien, Rohstoffe oder (Bau-)Teile werden für welche Produkte und in welchem Umfang benötigt? Wie viele und welche Kunden sind betroffen? Welche Lieferanten sind in den Prozess eingebunden und inwieweit von Kapazitätsengpässen betroffen? Welche Alternativen stehen aktuell zur Verfügung?

Für einen sicheren Geschäftsbetrieb gilt es, hier schon im Vorfeld Liefer- und Versorgungswege so persifiziert wie möglich aufzustellen. Durch verschiedene Handlungsoptionen können Lieferengpässe vermieden werden. Logistikverantwortliche sollten deshalb proaktiv auf die derzeitige Entwicklung reagieren und potenzielle Auswirkungen auf ihre Lieferkette identifizieren, um im Bedarfsfall kurzfristige Alternativen parat zu haben.

Hier kann das Smart Logistics System von TIMOCOM helfen. Wenn z. B. der Hausspediteur keine Transportkapazitäten mehr zur Verfügung hat, können Unternehmen über die Smart App Laderaum mit nur wenigen Klicks einen zuverlässiger Partner aus über 43.000 geprüften Unternehmen auf dem Spotmarkt finden. Mehr als 130.000 Nutzer generieren hier täglich bis zu 750.000 internationale Laderaum- und Frachtangebote.


Mehr Informationen über TIMOCOM und das Smart Logistics System finden Sie unter timocom.com


Bildquelle ©stock.adobe.com_WavebreakmediaMicro

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