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Logistikwissen 15.12.2020
5 min

KI und Automatisierung bieten großen und kleinen Unternehmen Wettbewebsvorteile

Prozessautomatisierung und intelligente Anwendungen in der Logistik

Automatisierung in der Logistik

Die komplexe Vernetzung zahlreicher Partner in der Supply Chain macht die Logistik zu einem idealen Inkubator für die Erstellung datengestützter Entscheidungen. Laut einer Studie von Roland Berger wird die zunehmende Analyse von Daten durch entsprechende Automation- und Intelligence-Anwendungen die Logistik in den nächsten Jahren richtungsweisend verändern. Große Logistik- und FreightTech-Unternehmen entwickeln schon heute datenzentrierte Lösungen, um die Vorteile von Automatisierungen und Künstlicher Intelligenz nutzbar zu machen. Aber auch kleinere Logistikpartner sowie Frachtführer und Spediteure können hiervon profitieren. 

 

Automatisierung und Künstliche Intelligenz in der Logistik

Jeder dritte LKW-Kilometer auf deutschen Straßen ist eine Leerfahrt. Aber muss das sein? Künstliche Intelligenz (KI) bietet eine einzigartige Möglichkeit, durch die Erfassung und Analyse von Daten wie bspw. Verkehrsbedingungen und Ladekapazitäten die Routen von morgen effizienter zu planen. Touren können intelligent verbunden und optimale Verbindungen geplant werden, was unter anderem zu einer Reduzierung von Leerfahrten bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung vorhandener Ressourcen führt.

Aber KI optimiert schon heute bereits viel mehr. Kurz vor Ankunft eines LKW können Lagermitarbeiter beispielsweise die entsprechende Laderampe vorbereiten, um so den Prozess der Be- oder Entladung zu beschleunigen und der LKW unmittelbar abgefertigt werden kann. Künstliche Intelligenz hilft somit schon jetzt, die Organisation von Lieferketten effizienter zu gestalten. Diese Arbeitsprozesse zu automatisieren, ist eine der zentralen Herausforderungen in der Logistik. Durch den Einsatz von intelligenten Anwendungen können Prozesse mehr und mehr verselbstständigt werden. Zeit und Kosten werden damit eingespart sowie manuelle Arbeiten auf ein Minimum reduziert.

Beispiele automatisierter Prozesse in der Logistik

Es gibt bereits zahlreiche Beispiele für Automatisierungen und Künstliche Intelligenz in der Logistik. Versender können z. B. Logistik-Systeme nutzen, um den passenden Transportpartner zu finden und digitale Features in die Supply Chain einzubinden. Echtzeit-Tracking ermöglicht zeitnahe Reaktionen auf Störungen in der Lieferkette, seien es Staus, Unfälle oder Lieferengpässe. Im Last-Mile Bereich werden schon heute umfangreiche Tests durchgeführt, z. B. mit Lieferdrohnen, autonomen Fahrzeugen oder dem Einsatz von 3D-Druck-Erzeugnissen für individuelle oder dringende Bestellungen. Vor allem für Endverbraucher könnten sich diese Innovationen als schnellere und verkehrsunabhängige Lösungen erweisen.

Auch in Lagerhallen kommen Automatisierungen immer häufiger zum Einsatz: Diese umfassen sowohl statische als auch mobile Systeme. Roboter und autonome Fahrzeuge arbeiten beispielsweise zusammen, um Waren zu sortieren, auszuwählen und ans Ziel zu bringen – unabhängig davon, ob es sich um eine liefervorbereitende oder eine in-house Optimierung der Lagerflächen handelt. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Einerseits werden Prozesse verschlankt und effizierter gestaltet, was Zeit und damit Kosten spart. Die Automatisierung solcher Prozesse führt zudem dazu, dass Menschen gefährliche oder gesundheitsschädliche Arbeiten, wie bspw. das Tragen von Schwerlast, nicht mehr ausführen müssen. Des Weiteren wird die generelle Einhaltung verschiedener Vorschriften vereinfacht. Denkbar ist hier alles von arbeitsrechtlichen Vorschriften bis hin zum komplexen Umgang mit spezieller Fracht. Kraftfahrer hingegen profitieren von automatisierter Dokumentation, digitalen Verträgen und der systemischen Auswahl einer geeigneten Versicherung für Ladungen und können so wertvolle Zeit sparen und Fehler vermeiden.

KI und Automatisierung für große und kleine Logistikpartner

In einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCooper haben mehr als 1.600 Führungskräfte aus 33 Ländern angegeben, dass die Effizienzsteigerung der Lieferkette die wichtigste Aufgabe für die Zukunft sei. Aber wie können Frachtführer durch Automatisierung und Künstliche Intelligenz diese Effizienzsteigerung erzeugen? Es wird vermutlich noch Jahre dauern bis Kraftfahrer zum Beispiel den Autopiloten wie im Flugzeug einsetzen können. Wechselhafte Verkehrssituationen durch Staus, Baustellen oder Unwetter sowie der zunehmende PKW-Verkehr stellen den Straßengütertransport vor komplizierte Herausforderungen, die spezielle Lösungen erfordern. Das bedeutet aber nicht, dass Frachtführer gänzlich auf technologische Entwicklungen verzichten müssen. Auch kleine und mittelständische Unternehmen brauchen heutzutage eine digitale Grundversorgung, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Denn Daten und Informationen sollen und können in der Transportkette smart, sicher und einfach ausgetauscht werden.

Durch das Smart Logistics System von TIMOCOM und die Schnittstellen Tracking, Transportaufträge und Frachtenbörse können große und kleine Logistikpartner ihre hauseigenen Systeme mit den Anwendungen verknüpfen. Doch was sind die Vorteile dieser Schnittstellen? Aufträge können automatisch angenommen und mit anderen an der Lieferkette Beteiligten geteilt werden. Die digitale Erfassung und Übertragung von benötigten Informationen führt zu nahtlos ineinandergreifenden Prozessen. Dadurch können Leerfahrten vermieden, Frachträume effizienter genutzt und Lieferungen in Echtzeit getrackt werden. Die zeitaufwändige, manuelle Erfassung von Daten entfällt, Medienbrüche und Sprachbarrieren werden vermieden. Das eliminiert potenzielle Fehlerquellen und verschlankt komplexe Prozesse.

Mehr Sicherheit, Planbarkeit und Produktivität

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz und Automatisierung in der Logistik erhöht die Sicherheit, Planbarkeit und Produktivität. Die FreightTech-Evolution zielt keineswegs darauf ab, Frachtführer in der Lieferkette obsolet zu machen. Ganz im Gegenteil: Laut Statistik des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung fehlen aktuell rund 60.000 LKW-Fahrer, die Gewerkschaft verdi geht sogar von über 90.000 Frachtführern aus. Die zunehmende Abhängigkeit unserer Gesellschaft von internationalen Lieferketten und die Erwartung einer transparenten und effizienten Supply Chain zeigen einerseits die Wichtigkeit und Zukunftsfähigkeit der Branche, andererseits die Relevanz datengesteuerter Entscheidungen für einen reibungslosen und ressourcenschonenden Ablauf. Daher sollen KI und Automatisierung den menschlichen Mitarbeiter digital unterstützen, damit er sich auf wichtige Aufgaben fokussieren und das eigene Risiko im Zusammenhang mit Verspätungen, Gefahrengütern oder interkulturellen Hindernissen wie Sprache oder permanenten Gesetzesänderungen minimieren kann. Unser Ziel ist es, kleinen und mittelständischen Unternehmen genau dies zu ermöglichen.

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