Wie Oesterle Formenbau kurzfristige Transporte flexibel organisiert Wie Oesterle Formenbau kurzfristige Transporte flexibel organisiert

Wie Oesterle Formenbau kurzfristige Transporte flexibel organisiert und komplexe Anforderungen abdeckt

 

Herausforderung: Hohe Komplexität und kurzfristiger Transportbedarf

Wenn bei Oesterle Formenbau ein Werkzeug oder Bauteil versendet wird, geht es selten um einen standardisierten Transport. Unterschiedliche Gewichte, Formate und Anforderungen an die Ladungssicherung bestimmen den Alltag. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Möckmühl-Züttlingen (Baden-Württemberg) entwickelt und produziert Werkzeuge sowie Kunststoffbauteile für namhafte OEMs und Zulieferer.

Neben planbaren Transporten entstehen regelmäßig kurzfristige Bedarfe, etwa durch Änderungen im Projektverlauf oder Anpassungen an Werkzeugen. Gleichzeitig stellt die Bandbreite der Transporte hohe Anforderungen an die eingesetzten Fahrzeuge. Werkzeuge mit Gewichten von über 40 Tonnen müssen teilweise auf mehrere LKW verteilt werden.

Parallel laufen Serienlieferungen und kurzfristige Transporte für einzelne Komponenten. „Typisch gibt es bei uns nicht. Es kann sein, dass wir morgens laden und das Werkzeug abends wieder zurückholen müssen“, sagt Logistikleiter Herr Mike Böhmer, der die Organisation der Transporte verantwortet. Er bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung aus dem Speditionsumfeld mit und kennt sowohl die Anforderungen auf Verlader- als auch auf Speditionsseite.

Vor seiner Tätigkeit bei Oesterle Formenbau war er auf Speditionsseite tätig und arbeitete in dieser Rolle mit dem Unternehmen zusammen. Aufgrund der langjährigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit wurde er vom Geschäftsführer Ulrich Oesterle (gemeinsam mit Mike Böhmer oben im Bild) als Leiter der Logistik ins Team geholt.

Diese Erfahrung prägt auch seinen Ansatz in der Disposition. Bestehende Partnerschaften mit Hausspeditionen werden bewusst gepflegt. Gleichzeitig weiß Böhmer aus eigener Erfahrung, wo diese Strukturen im Alltag an ihre Grenzen stoßen – insbesondere bei kurzfristigen oder schwer planbaren Transporten. Gerade in diesen Situationen war die Transportorganisation vor allem eines: zeitkritisch und abhängig von schnellen Rückmeldungen.

„Man saß sprichwörtlich oft wie auf heißen Kohlen, um eine Rückmeldung zu bekommen“, sagt Mike Böhmer. Im Hinterkopf sei zudem immer die Frage: „Kriegst du überhaupt einen Transport und wenn ja, zu welchen Konditionen?“

Herausforderungen

  • Stark schwankender, projektgetriebener Transportbedarf 
  • Kombination aus Standard-, Sonder- und Schwerlasttransporten
  • Abhängigkeit von Kapazitäten bei festen Spediteuren
  • Hoher Zeitaufwand bei kurzfristiger Transportorganisation
  • Unsicherheit bei Verfügbarkeit und Preisgestaltung 

Resultate

  • Schneller Zugriff auf zusätzliche Transportkapazitäten
  • Höhere Reaktionsgeschwindigkeit bei kurzfristigen Bedarfen
  • Ergänzung des bestehenden Logistiknetzwerks
  • Reduzierter Abstimmungsaufwand in der Disposition
  • Mehr Transparenz bei Angeboten und Preisen 

Lösung: Flexible Ergänzung fehlender Transportkapazitäten im Tagesgeschäft

Um auf kurzfristige Transportbedarfe schneller reagieren zu können, hat Oesterle Formenbau die bestehende Spediteursstruktur gezielt ergänzt. Statt sich ausschließlich auf feste Partner zu verlassen, wurde mit TIMOCOM ein zusätzlicher Zugang zum Transportmarkt geschaffen. Ein entscheidender Faktor dabei: Mike Böhmer kannte die Frachtenbörse bereits aus seiner Zeit auf Speditionsseite.

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Der Ablauf ist klar strukturiert. Zunächst werden die bekannten Spediteure angefragt. Falls keine passende Lösung verfügbar ist, wird der Transport in die TIMOCOM Frachtenbörse eingestellt und innerhalb kurzer Zeit Rückmeldungen eingeholt. „Wenn es nach 17 Uhr ist, erreichst du deinen Spediteur vielleicht nicht mehr, aber mit TIMOCOM kann ich jederzeit reagieren“, sagt Mike Böhmer.

Ein wesentlicher Vorteil liegt auch in der Reduktion des Abstimmungsaufwands. Zeitfenster, Anforderungen und Relationen werden direkt bei der Einstellung definiert, sodass Rückfragen deutlich reduziert werden. „Die Transportpartner haben alle Informationen und wissen ganz genau, wann abzuholen und wann zuzustellen ist. Das spart mir effektiv Arbeitszeit.“ 

Im Durchschnitt organisiert Oesterle Formenbau rund 20 Transporte pro Monat über TIMOCOM. Besonders bei kurzfristigen Änderungen im Projektverlauf zeigt sich der operative Nutzen. „Man inseriert den Transport und es meldet sich immer jemand.“

Neben der Flexibilität entsteht auch eine bessere Markttransparenz. Preise lassen sich vergleichen und einordnen, ohne bestehende Partnerschaften zu ersetzen. „Für uns geht es nicht um ‚billig‘, sondern darum, dass wir kurzfristig reagieren können. Wenn wir am Ende des Monats dann auch noch sehen, dass die Transportkosten etwas niedriger ausfallen – selbst unter Berücksichtigung der Kosten für TIMOCOM–, ist das für uns ein klar positiver Effekt.“

Als besonders hilfreich hebt Mike Böhmer auch den TIMOCOM Messenger hervor. „Ich arbeite konsequent im Messenger, denn bei gleichzeitiger E-Mail-Nutzung verliert man schnell den Überblick.“ Rückmeldungen lassen sich direkt prüfen, wodurch ungeeignete Anbieter frühzeitig aussortiert und Entscheidungen schneller getroffen werden können.

Das Ergebnis ist insgesamt eine stabilere Transportorganisation, die sowohl planbare als auch kurzfristige Anforderungen zuverlässig abdeckt. Entscheidend bleibt dabei für Böhmer die Zusammenarbeit mit den richtigen Partnern: „Ehrlichkeit ist für mich das Wichtigste. Man muss beide Seiten verstehen und dann funktioniert es auch im Tagesgeschäft.“

Oesterle Formenbau GmbH & Co. KG

Über Oesterle Formenbau

Oesterle Formenbau ist ein international tätiger Werkzeug- und Formenbauer mit Schwerpunkt auf der Automobilindustrie sowie weiteren industriellen Anwendungen. Das Unternehmen entwickelt und produziert sowohl Prototypen als auch Serienlösungen und deckt die gesamte Prozesskette von der Konstruktion bis zur Baugruppenmontage ab.

Mit Standorten in Möckmühl-Züttlingen, Urbach und Kahla sowie internationalen Kooperationspartnern ist Oesterle global aufgestellt. Die Fertigung umfasst komplexe Werkzeuge mit hohen technischen Anforderungen und Gewichten bis über 100 Tonnen sowie die Produktion technischer Kunststoffteile im Spritzgussverfahren.

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