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Logistikwissen 12.10.2020
5 min

Digital ausgeliefert: Rampenmanagement, eCMR und POD der Zukunft

Digitaler Papierflieger vor blauem Hintergrund

Laut einer aktuellen Umfrage des BVL hat die Diskrepanz zwischen dem Digitalisierungsgrad der großen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen während der Corona-Krise weiter zugenommen. Doch auch wenn individuelle Digitalisierungsvorhaben vieler Unternehmen gerade pausieren müssen, wird erwartet, dass Logistikprozesse nun noch schneller automatisiert werden. Drei Beispiele hierfür sind das Rampenmanagement sowie der e-CMR und POD.

Wegen Corona sind digitale Arten der Zusammenarbeit wie Homeoffice sehr schnell zur Normalität geworden. Etwas komplexer sieht es jedoch auf dem Transportmarkt aus, wo digitale Dienstleistungen teils nicht umsetzbar oder noch nicht selbstverständlich sind. Große Logistikunternehmer, die ohnehin schon lange digital arbeiten, haben ihre Prozesse weiter integriert und automatisiert. Durch den Lockdown und die finanziellen Verluste, die damit verbunden waren, rückten die Digitalisierungspläne vieler kleiner und mittlerer Firmen wiederum in weite Ferne.

Eine digitale Grundversorgung und eine stabile technologische Infrastruktur für eine breite Masse schaffen die Voraussetzung für die Teilnahme am digitalen Supply Chain Management. Daher entwickeln Strategic Product Manager Philipp Schmidt und seine Kollegen das TIMOCOM Smart Logistics System in enger Anlehnung an den Transportprozess kontinuierlich weiter. Dabei gilt es, die einzelnen Schritte zwischen Transportanbahnung und Transportnachbereitung zu optimieren, indem die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer digitalisiert wird. Dies spiegelt sich insbesondere in aktuellen Themen wie Real-Time-Visibility, ePOD bis hin zum eCMR wider, die letztlich ebenfalls zur Optimierung der Abläufe zwischen allen Beteiligten führen, bspw. durch ein dynamisches Rampenmanagement.

eCMR: Weniger Administration und mehr Kontrolle

Das wichtigste Dokument neben dem Transportauftrag ist ein Warenbegleitpaper, das im internationalen Verkehr als CMR-Frachtbrief bekannt ist. In einigen europäischen Ländern wird dieser bereits als eCMR, elektronischer CMR, getestet. „Aktuell sind die LKW-Fahrer teilweise wochenlang im Ausland unterwegs und sammeln die CMR-Frachtbriefe, Ablieferbelege und weitere Begleitdokumente in ihrem LKW, bis sie diese bei ihrer Rückkehr an die Buchhaltung übergeben können. Da noch viele Auftraggeber erst mit Eintreffen der Originaldokumente zahlen, entsteht hierdurch ein langwieriger Zahlungsprozess, der kostenintensiv ist“, erklärt Steven van Cauteren, Head of Key Account & Partnermanagement bei TIMOCOM.

Darüber hinaus sei der analoge Dokumentationsprozess nicht nur umständlich, sondern sehr fehleranfällig. Originale gehen verloren, sind beschädigt oder unleserlich. Noch schwieriger wird es, wenn Transportpartner einer anderen Firma beauftragt werden und die Dokumentationskette dadurch verlängert wird. Hier würde der digitale, kontaktlose eCMR große Vorteile bringen und den Cashflow nicht nur deutlich beschleunigen, sondern transparenter machen. „Ein eCMR ermöglicht es in Sekundenschnelle zu melden, dass eine Ware in der gewünschten Qualität und Quantität angekommen ist“, so Van Cauteren

ePOD (proof of delivery): Kürzere Zahlungsziele und digitale Dokumentation

Bei inländischen Transporten ist statt eines CMR-Frachtbriefs ein Ablieferungsnachweis – proof of delivery – gefordert. In der Praxis werden jedoch weiterhin beide Dokumente, sowohl der CMR-Frachtbrief als auch ein POD, gewünscht. Ein Grund hierfür wäre zum Beispiel, wenn die Ware nach Weiterbearbeitung in ein anderes Land exportiert wird. Liegen auch hier Arbeitsbelege digital und somit bedeutend schneller vor, können die Zahlungen schneller ausgelöst werden. Die Unternehmen haben eine bessere Liquidität und das Geld kann schneller wiedereingesetzt werden.

Digitales Rampenmanagement: Mehr Dynamik und kürzere Wartezeiten

Die smarte Nutzung von GPS-Daten bringt einen weiteren großen Fortschritt gegen die Rampenproblematik. Kennt ein Rampenbetreiber die erwarteten Ankunftszeiten der auf ihn zukommenden Fahrzeuge, kann die Reihenfolge der zu be- und entladenden LKW ständig angepasst werden. „In der Praxis erfasst der Transportdienstleister die GPS-Position seiner Fahrzeuge. Die daraus berechneten erwarteten Eintreffzeiten (ETA) teilt er mit dem Rampenbetreiber. So kann dieser sein Personal einteilen und idealerweise auch dynamisch die Zeitfenster anpassen“, erläutert Philipp Schmidt, der nach Realisierung einer ersten Schnittstelle zur Zusammenführung von Telematikdaten und Zeitfenstermanagement an der konsequenten Weiterentwicklung der Tracking-Funktionalität des Smart Logistics System arbeitet.

Dringender Digitalisierungsbedarf

Bei der Auslieferung von Waren gibt es administrative Schritte, die dringend weiter digitalisiert werden müssen. Insbesondere um die finanzielle Lage der von der Krise stark angeschlagenen Unternehmen zu verbessern. Außerdem ist zu erwarten, dass sich die bereits jetzt schon existierenden Kommunikationsschwierigkeiten und Kooperationsprobleme zwischen den digitalisierten „Großen“ der Branche und den KMU weiter verschärfen. Laut Schmidt wird sich dies langfristig vor allem stark auf die Auswahl der Transportdienstleister auswirken.

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