Smart Logistics System 08.09.2020
4 min

Transportkonsolidierung in Industrie & Handel

Vorteile, Nachteile und technische Umsetzung

Transportkonsolidierung bündelt verschiedene Sendungen zu einer Ladung.

Transportkonsolidierung, also das Bündeln verschiedener Sendungen, ist für Speditionsunternehmen tägliches Geschäft und wird auch für das produzierende Gewerbe zunehmend gängige Praxis. Denn die aktuelle Entwicklung zeigt, dass Sendungen immer kleinteiliger werden; häufig ist dabei die Rede von der sogenannten „Losgröße 1“. Mit ausschlaggebend dafür ist die fortschreitende Digitalisierung, denn sie ermöglicht beispielsweise die direkte Bestellung kleinster Mengen von Privatkunden bei produzierenden Unternehmen.

Die wichtigsten Komponenten: Zeit, Geld und Umwelt

Würde jede dieser Sendungen einzeln auf den Weg geschickt, wären weder Container, noch LKW oder Transporter ausgelastet. Wo Leerfahrten anfallen, entstehen Kosten und ein erhöhtes Frachtaufkommen zulasten der Umwelt. Dementsprechend erfordert die Zusammenlegung von Sendungen vor allem auch Zeit. Dies ist zum einen dem erhöhten Dispositionsaufwand zuzuschreiben, denn die Bündelung bedingt eine sehr feine Planung. Zum anderen kommen die verschiedenen Teilladungen aus ebenso unterschiedlichen Quellen. Sie an einem finalen Ort zu bündeln bedarf mitunter Zwischenstationen, wo die Ladungen umgeschlagen werden.

Zeit ist die Komponente, die über die geringsten Ressourcen verfügt. Die Logistik ist schnelllebig. Die enge Verzahnung innerhalb der Lieferkette hat bei allen Beteiligten die Erwartungshaltung wachsen lassen, die bestellte Ware zeitnah, teils noch am selben Tag, zu erhalten. Wie also wird man allen drei Komponenten gerecht?

 

Die besten Hilfsmittel: Plattform-Modelle mit Schnittstellen zu TMS- und ERP-Systemen

Gerade das produzierende Gewerbe ist bei der Bewältigung logistischer Prozesse häufig auf die Hilfe von Fachleuten aus Transport & Logistik angewiesen. Zahlreiche Unternehmen haben zu dem Zweck eigene Logistikabteilungen, in denen die Disposition getätigt wird. Der Einsatz von Logistiksystemen wie dem Smart Logistics System von TIMOCOM ist hier ein bewährtes Mittel. Frachtangebote in Form von Teilladungen für ihre Relationen anzubieten oder zu suchen sowie passend dazu Laderaum zu finden bzw. zu inserieren ist ihre Kernkompetenz. Angaben zum Sendungsvolumen, z. B. das Gewicht und die Lademeter, vereinfachen die Disposition selbst kleinster Einheiten. Unternehmen gewinnen dadurch die Möglichkeit, ihren eigenen Fuhrpark auszulasten, Leerfahrten zu vermeiden und/ oder ihre Teilladungen zu akzeptablen Preisen transportieren zu lassen.

Neben der Frachtenbörse, die zu den oben genannten Mehrwerten führen, bietet TIMOCOM in seinem System auch die Anwendung Ausschreibungen an. Auf wiederkehrende Touren können hier Gebote abgegeben und somit feste Vertragspartner über einen definierten Zeitraum gefunden werden. Auch hier besteht die Möglichkeit, mit kleinen Größen zu arbeiten. Nutzer können zu unterschiedlichen Sendungen verschiedene Ausschreibungen anlegen, die am Ende zu einem vollen LKW zusammengelegt werden.

Auch Transportaufträge in vollständig digitaler und rechtsverbindlicher Form deckt das System von TIMOCOM in der Anwendung Transportaufträge ab. Nutzer haben die Möglichkeit, aus dem Netzwerk der über 45.000 TIMOCOM Kunden Favoriten herauszufiltern, mit denen sie bevorzugt zusammenarbeiten. Auf solch einen Dienstleister-Pool kann der Disponent zugreifen und zur Durchführung bestimmter Transporte ganz gezielt Fuhrunternehmen ansprechen.

In der Regel arbeiten Logistikunternehmen mit einem TMS- oder ERP-System, das ihnen eine Übersicht über ihre Transporte und, sofern vorhanden, auch die eigenen Fahrzeuge sichert. Über die Schnittstelle Frachtenbörse und die Schnittstelle Transportaufträge lassen sich TMS- und ERP-Systeme mit dem Smart Logistics System verbinden. Doppeleingaben werden vermieden und wertvolle Zeit wird gespart, während gleichzeitig sehr viel mehr potenzielle Partner für Transportdienstleistungen angesprochen werden.

Die Schnittstelle Tracking ermöglicht, die GPS-Daten der LKW gebündelt auf einer Karte im Smart Logistics System abbilden zu können. Zu diesem Zweck sind bereits 265 Telematikanbieter bei TIMOCOM angeschlossen. Hierdurch haben Disponenten ein weiteres Instrument an der Hand, das ihnen die Planung ihrer Sendungen erleichtert.

 

Transportkonsolidierung: Nur eine Frage der technischen Infrastruktur?

Die fachliche Expertise ist an keinem Punkt in der Transportkette zu ersetzen. Letztlich braucht es erfahrenes Personal, das die komplexen Anforderungen an die Transportkonsolidierung erfüllen kann. Ihr Werkzeug sind in Zeiten einer zunehmend digitalen Logistik Plattform-Modelle und Managementsysteme, die miteinander korrespondieren und damit die Daten bündeln, noch bevor die verschiedenen Sendungen tatsächlich auf einem Transportmittel zusammengeführt werden.

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