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Logistikwissen 26.01.2021
4 min

Wichtiger denn je: Supply Chain Risk Management

Whitepaper zum Risikomanagement

Blaue Würfel mit Icons aus der Logistik Branche fallen vor schwarzem Hintergrund

An einer Lieferkette sind oft bis zu hunderte von Lieferanten beteiligt. Unvorhergesehene Schwachstellen kosten Unternehmen hier jedes Jahr Millionen von Euro. Mittlerweile ist die Logistik eine zentrale Steuerungseinheit sämtlicher Gesellschaften und Branchen. Ein robustes Risikomanagement für die Lieferkette bedeutet daher mehr denn je. Im folgenden Beitrag befassen wir uns mit dem Thema Supply Chain Risk Management.

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Was bedeutet Supply Chain Risk Management?

Im Supply Chain Risk Management geht es darum, bestimmte Technologien und Prozesse einzusetzen, um Risiken entlang der Lieferkette zu reduzieren. Oder andersherum: eine Lieferkette beständig und verlässlich zu machen.

Nachdem 2010 der isländische Vulkanausbruch den europäischen Luftfrachtverkehr lahmgelegt hatte, wurde erstmals die weltweite Abhängigkeit von Just-in-Time-Lieferketten auf die Probe gestellt. Eine Änderung im Risikomanagement zielte dann darauf ab, die Flexibilität und Widerstandsfähigkeit globaler Wertschöpfungsketten zu erhöhen.

Risiken sollten besser antizipiert und Rahmenbedingungen für Krisensituationen optimiert werden. Laut einer Umfrage von Deloitte erfahren selbst im Normalbetrieb 85 Prozent der globalen Lieferketten mindestens eine Störung.

Bekannte und unbekannte Risiken entlang der Lieferkette

Für ein erfolgreiches Risikomanagement empfiehlt es sich einerseits „bekannte“ und andererseits „unbekannte Risiken“ gezielt anzugehen.

Bekannte Risiken managen

Unter „bekannten Risiken“ versteht man Bedrohungen wie verspätete Lieferungen, Änderungen der Materialkosten oder Lieferantenunterbrechungen. Bei ordnungsgemäßer Recherche und Marktkenntnis können diese nicht nur vorausgesagt, sondern im Vorfeld mit klaren Handlungsempfehlungen versehen werden. Allseits beliebte Beispiele im Bereich der regionalen Risikoanalyse für Frachtführer sind Wetterabhängigkeiten oder Staus. Hier lässt sich das Problem einfach beschreiben und bewerten. Auch eine daraus abgeleitete Handlung (z. B. Umfahrung) kann für jedes Szenario festgelegt werden. Frei nach dem Motto: Wenn A, dann B. So eingängig diese Beispiele auch sind, so klar ist auch, dass gerade bekannte Risiken regelmäßig überprüft werden müssen, da bspw. Baustellen neu entstehen oder Wetterbedingungen sich saisonal ändern. Dennoch gilt: Aktives Management minimiert das Risiko. In beiden Fällen sollte ein Rahmenwerk für das Risikomanagement aufgebaut werden. In diesem wird kalkuliert, wie wahrscheinlich ein Risiko ist und welchen Effekt es auf das Unternehmen und die restliche Lieferkette haben kann. Ein einfaches Ampelsystem von leichtes bis hohes Risiko mit typischen Szenarien und entsprechenden Handlungsempfehlungen leistet hier einen ersten Beitrag.

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Unbekannte Risiken managen

„Unbekannte Risiken“ beschreiben schwer vorhersehbare Ereignisse wie Naturkatastrophen, plötzlich auftretende politische Unruhen oder Pandemien wie COVID-19.

Supply Chain Risk Management wird für beide Szenarien typischerweise in 4 Phasen eingeteilt:

  1. Identifizierung
  2. Bewertung
  3. Steuerung
  4. Überwachung

 

Risiken sollen idealerweise in jedem Schritt der Lieferkette identifiziert und dokumentiert werden. So können Rückschlüsse und Handlungsempfehlungen für künftige Lieferungen abgeleitet werden. Unbekannte Risiken erfordern eine besondere Struktur und Vorbereitung.

In erster Linie muss die eigene Belegschaft befähigt und sensibilisiert werden. Wichtige Maßnahmen, um eine risikobewusste Kultur im Unternehmen zu schaffen sind: 

  • Mitarbeiterschulungen
  • Leistungsstandards
  • Aufsichts-, Analyse und Reportingstruktur

So sollten Mitarbeiter u. a. eine positive Rückmeldung bekommen, wenn sie offen mögliche Risiken in der Lieferkette ansprechen. Verantwortlichkeiten und Erwartungen sollten zudem klar kommuniziert werden. Auf diese Weise sind sich alle Beteiligten der Auswirkungen sowie der Risikotoleranz innerhalb des Unternehmens bewusst – und können schnell handeln.

Risikominimierung im digitalen Zeitalter

Ein enormes Risiko bereitet der Umgang mit rechtsverbindlichen Verträgen, Dokumentationen und Vorschriften. Die vielen unterschiedlichen IT- und Telematiksysteme sowie unklare Datenschutz- und Datenspeicherungsregelungen stellen insbesondere kleine Unternehmen vor große Herausforderungen. Um all diesen Risiken vorzubeugen, sollten Unternehmen eine einheitliche, umfangreiche und nutzerfreundliche Lösung einführen, die exakt hierauf abzielt. 

Smart Logistics System von TIMOCOM als digitaler Helfer

Verpasste Zeitfenster an der Laderampe, Staus, unerwartete Probleme mit Formularen in einer Fremdsprache, teure Leerfahrten – die typischen Risiken für Frachtführer sind hinreichend bekannt. Das TIMOCOM Smart Logistics System hilft dabei, genau diese Risiken in der Lieferkette für Spediteure, Kraftfahrer und damit auch für Unternehmen aus Produktion und Handel deutlich zu minimieren. Zusätzlich können auch Geschäftsentscheidungen aus unternehmensinternen Statistiken abgeleitet werden. So werden bestehende Geschäftsbeziehungen verbessert und bei Bedarf neue Geschäftspartner ausgewählt.

 

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Olga Polasik-Rüffer

Olga Polasik-Rüffer

Senior Communications Manager - Marketing

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