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Transportmarkt 16.12.2021
4 min

Umweltschutz im Güterverkehr: Was Transportunternehmer tun können

dena-Studie „Aufbruch Klimaneutralität“

Glühbirne mit Talar vor grünem Hintergrund als Symbol für Studie zur Klimaneutralität

Naturkatastrophen, steigende Meeresspiegel, globale Erwärmung: Damit wir das Ziel Klimaneutralität 2045 in Deutschland erreichen, müssen auch Transportunternehmen rasch umdenken. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) zeigt in der Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität – Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, wie der Wandel gelingen kann. Lesen Sie im folgenden Beitrag nach, was die wichtigsten Faktoren für den Güterverkehr dabei sind.

 

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Ist Klimaneutralität im Straßengüterverkehr möglich?

Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen in Deutschland um 65 % unter dem Niveau von 1990 liegen. Doch während bei PKW dieser Wert bereits um 13 % reduziert werden konnte, sind die Emissionen der Nutzfahrzeuge jedoch vor allem aufgrund des Straßengüterverkehrs um mehr als 60 % gestiegen.

Verkehrsleistung wird bis 2045 um 20 % steigen

Über 300 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft haben im Auftrag der dena Handlungsszenarien entwickelt. Transparente Klimabilanzen entlang der Wertschöpfungskette, der Ausbau erneuerbarer Energien, Investitionen in grüne Märkte und Infrastrukturen sind dabei nur einige der vielen offenen Baustellen.

In allen Szenarien spielt der Logistiksektor eine erhebliche Rolle. Denn die Verkehrsleistung wird bis zum Jahr 2045 um rund 20 % steigen, so die Prognosen der dena. Bis 2030 sogar hauptsächlich durch Diesel-LKW. Um dies zu ändern, seien sowohl erneuerbare Kraftstoffe sowie neue Vorgaben zu Flottenzielen und eine CO2-basierte Ausgestaltung der LKW-Maut nötig – wie es die neue Bundesregierung derzeit plant.

Umrüstung vs. Umstrukturierung der LKW-Flotten als Klimamaßnahme

Die Umrüstung der Flotten wird noch eine gewisse Zeit dauern: Bisher sei weder klar, welche Antriebsart sich durchsetzen wird – noch stehe eine durchgängige Lade- und Betankungsinfrastruktur zur Verfügung.

Auch die Gesamtkosten der Fahrzeuge mit batterieelektrischem bzw. Wasserstoffantrieb liegen noch deutlich über denen herkömmlicher LKW. Als möglichen Anreiz für Frachtführer und Speditionen nennt die Studie die Option, gewerblich produzierten Grünstrom auf die Treibhausminderungsquote anzurechnen.

Leerfahrten vermeiden und C02-Ausstöße reduzieren

Sehr viel schneller könnten Transportdienstleister einen anderen Lösungsansatz verfolgen: das Vermeiden von Leerfahrten. Indem Leerfahrten reduziert und der Laderaum optimal genutzt wird, kann jetzt schon ein wesentlicher Beitrag zur Eindämmung der CO2-Ausstöße geleistet werden. Denn laut BMVI haben 2018 alleine große LKW und Sattelzugmaschinen 155 Millionen Leerfahrten absolviert. Eine dramatisch hohe Zahl, die in Zeiten digitaler Logistik-Anwendungen unnötig und vor allem teuer ist.

Grüne Kraftstoffe als größter Hebel zum Erreichen von Klimazielen

Um die Klimaziele zu erreichen, seien erneuerbare, „grüne“ Kraftstoffe unabdingbar. Förderprogramme etwa für Wasserstofffahrzeuge sollen das finanzielle Risiko der „First Mover“ minimieren – und damit den Fortschritt für die gesamte Branche vorantreiben.

Für den Straßengüterverkehr wird empfohlen:

  • den Einsatz der Brennstoffzelle weiter zu forcieren
  • Power-to-Liquid-Kraftstoffe (PtL) einzusetzen
  • Powerfuels als mögliche Alternativen zu herkömmlichen Kraftstoffen zu verwenden
  • bessere Marktzugangsoptionen für kostenintensive erneuerbare Energieträger nicht-biogenen Ursprungs (Renewable Fuels of Non-Biological Origin, RFN- BOs) zu schaffen

Im Hauptszenario der Studie wird der LKW-Bestand (Nutzfahrzeuge über 12 Tonnen) 2030 voraussichtlich so aussehen:

  • 36 % Diesel-LKW
  • 18 % LNG-LKW
  • 4,5 % BEVs
  • 4,5 % H2(Wasserstoff)-LKW

Im Jahr 2045 könnten hingegen 50 % der LKW brennstoffzellenbasiert betrieben werden und ca. 20 % mit Batterie. Klar ist: Die Klimawende ist ein langwieriger Prozess, der eine große Kraftanstrengung und hohe Investitionen verlangt. Nicht alle Logistikunternehmen können Teil der ersten Innovationswelle werden. Dennoch können sie schon heute einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, indem sie an der Effizienz und Auslastung ihrer Flotten arbeiten.

Weniger Leerfahrten und effiziente Logistik-Planung als maßgeblicher Beitrag

Die 6,595 Milliarden Leerkilometer (laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), die LKW 2018 allein auf deutschen Straßen zurücklegten, lassen sich schon heute mit digitalen Anwendungen und Services wie dem Smart Logistics System vermeiden. Wenn Leerfahrten reduziert und Routen sowie Laderaum optimal auf die Fracht ausgerichtet werden, kann die Effizienz der gesamten Lieferkette gesteigert – und der Energiebedarf insgesamt deutlich gesenkt werden. Die Auslastung des Fuhrparks kann laut Messung einer Studie von GreenRouter von 2016 um bis zu 30 % und die Umsätze um bis zu 15 % erhöht werden. Gleichzeitig können die CO2-Emissionen um 23 % reduziert werden. Im Sinne Ihrer Kosten und unserer aller Nachhaltigkeit.

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