19.09.2013

Verkehrssicherheitstage sorgten für Aha-Effekte bei Groß und Klein

Sicherheit im Straßenverkehr machte Schule

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Düsseldorf. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Sich richtig im Straßenverkehr zu verhalten, ist nicht immer leicht. Besonders Kinder sind gefährdet und schätzen Gefahrensituationen oftmals völlig falsch ein. Umso wichtiger war es für die Organisatoren der Landeshauptstadt, die Verkehrssicherheitstage gemeinsam mit Kooperationspartnern zum 28. Mal in Folge erfolgreich durchzuführen. Über 2.800 Schülerinnen und Schüler aller Düsseldorfer Grundschulen waren dem Aufruf „Mach mit – sicher, mobil und fit!“ gefolgt.

Verkehrserziehung hautnah erleben

Kinder wollen die Welt entdecken, sind abenteuerlustig und damit schnell ablenkbar. In Alltagssituationen können sie daher leicht die Übersicht verlieren und sich Gefahren aussetzen. Im Rahmen der Verkehrssicherheitstage, die am 18. und 19. September auf dem Betriebshof Lierenfeld der Rheinbahn stattfanden, kam dem Thema Verkehrserziehung daher eine besondere Bedeutung zu. Mit vielen verschiedenen Mitmach-Aktionen begeisterten Lehrer, Polizei Düsseldorf, Amt für Verkehrsmanagement, Rheinbahn AG und Verkehrswacht Düsseldorf vor allem die Kids. „Wir wollen nicht nur Frontalunterricht anbieten, sondern die Grundlagen auch durch die Hintertür vermitteln, das macht den Kindern Spaß und sie lernen daraus“, weiß Simon Höhner, Geschäftsführer der Verkehrswacht Düsseldorf. So versetzte beispielsweise der „Bremstest“ die Kleinen in hörbares Erstaunen und ein Schilderwald sorgte für überraschte Gesichter. Selbst am Lenker eines fahrenden Busses zu sitzen, machte die Stimmung perfekt und die Erwachsenen sprachlos.

 

Neben dem spielerischen Einüben von richtigen Verhaltensweisen und der Förderung von Wahrnehmung, Motorik und Konzentration, stand auch ein weiterer Aspekt im Mittelpunkt. Laut Höhner ist Mobilität die Grundvoraussetzung, um sich sicher im Straßenverkehr bewegen zu können: „Heutzutage bewegen sich Kinder leider viel zu wenig“, mahnt Höhner und fügt an, dass daher viele Aktionselemente den Kindern auch Raum lassen, sich sportlich auszuprobieren. In Sachen Verkehrserziehung sind natürlich auch die Eltern gefragt. Polizeihauptkommissar Michael Wollziefer von der Polizei Düsseldorf lieferte entsprechende Tipps: „Den Schulweg abgehen und auf Gefahrenpunkte aufmerksam machen, Helmtragen beim Radfahren und Anschnallen im Auto sind nur einige Beispiele, um ein gutes Vorbild zu sein.“

 

Toter Winkel-Schulung zeigte Wirkung

Bei Kinderunfällen im Straßenverkehr ist übrigens das Abbiegen als Hauptunfallursache zu nennen, berichtete Wollziefer. „Das hängt natürlich auch immer mit dem toten Winkel zusammen, den Kinder, aber auch Erwachsene häufig unterschätzen“, so der Experte weiter. Das bewies auch eindrucksvoll die Aktion „Toter Winkel“ des Transportbotschafter e. V.. Unterstützt vom Düsseldorfer IT-Unternehmen TimoCom, wurde für diesen Zweck gleich der amerikanische TimoTruck mitgebracht. Denn, dass eine ganze Schulklasse im toten Winkel eines Show-Trucks verschwinden kann, hatte nun wirklich keiner erwartet. „Die rote Plane simuliert den Bereich, der für den Fahrer beim Rechtsabbiegen nicht einsehbar ist“, so Gunnar Becker von den Transportbotschaftern. „Wir erklären den Kindern zudem mögliche Gefahrensituationen, und dass andere Verkehrsteilnehmer oft nicht absichtlich die Vorfahrt nehmen“, so Becker weiter. Trotzdem sollten die Kinder Vorsichtsmaßnahmen treffen. Das Team von den Transportbotschaftern wusste da einen einfachen Trick zu nennen: Wenn das Kind den Fahrer im Außenspiegel eines LKW nicht sieht, sieht auch der Fahrer das Kind nicht.

 

Mehr Informationen zum Transportbotschafter e. V. finden Sie auf www.transportbotschafter.de

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