18.06.2013

Fluthilfe hört nicht an der Landesgrenze auf

Transportbotschafter helfen Hochwasser-Betroffenen in Tschechien

(3)

Düsseldorf, 18.06.2013. Während unsereins zu Hause im Trockenen sitzt und täglich gebannt die vielen Bilder und Berichte über die europaweite Hochwasserkatastrophe sieht, hat der Verein Transportbotschafter e. V. schnell gehandelt und in Tschechien Hilfe geleistet. Die Lage ist bis heute angespannt.

Die Transportbotschafter sind ein vom Düsseldorfer IT-Unternehmen TimoCom gegründeter Verein, der sich für die Interessen der Transportbranche einsetzt. Zusammen mit einem lokalen Radiosender und der örtlichen Presse wurde zu Spenden für die Betroffenen aufgerufen. Zwei Mitglieder des Transportbotschafter-Teams hatten sich am letzten Wochenende auf den Weg gemacht, um die Geld- und Sachspenden der umliegenden Düsseldorfer Firmen und Bürger mit dem TimoTruck schnell und unbürokratisch nach Ústí nad Labem zu bringen. Zusätzlich kam von den TimoCom Mitarbeitern ein Betrag in Höhe von 6000 Euro zusammen, außerdem wurden fleißig Eimer, Schrubber, Handschuhe und Reinigungsmittel gesammelt und auf 25 Paletten verfrachtet.


Vor Ort nahm Kollege Jan Hruby von der tschechischen Niederlassung die beiden Fahrer in Empfang. Er hat einen direkten Kontakt zum Krisenstab und unterstreicht nochmals die Notwendigkeit dieser Aktion: „Wir sind auf die Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Unsere Stadt wurde stark überflutet und wir können das Geld und gerade auch die Hilfsgüter wie Reinigungs- und Putzmittel dringend gebrauchen. Die Atmosphäre bei der Zusammenarbeit zwischen den Deutschen und Tschechen ist großartig.“


Alliance Manager Jochen Dieckmann von den Transportbotschaftern ist beeindruckt, wie man hier aufgenommen wurde: „Der Kommandant der Stadtpolizei und Leiter des Krisenstabs, Pavel Bakule aus Ústí, hat sich bei uns mehrmals für die Unterstützung bedankt. Wir sind mit LKW-Sirenen und großem Polizeiaufgebot vom Rathaus aus durch die Stadt gefahren und die Leute haben uns regelrecht zugejubelt.“

Dieckmann klärt auch nochmals auf, warum man nicht in Deutschland geholfen hat: „Wir haben natürlich auch bei uns Hilfe angeboten, aber die Unterstützung des Technischen Hilfswerks und der Bundeswehr war schon so groß, dass weitere Hilfe laut der Ansprechpartner nicht mehr notwendig war.“ Am Dienstag sind die Transportbotschafter wohl erhalten in Düsseldorf zurückgekehrt.

Pressemitteilungen herunterladen
nach oben