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Logistikwissen 06.10.2020
6 min

TIMOCOM Starthilfe: Welche Versicherungen brauche ich als Transportunternehmen?

frau und mann halten hände schützend über lkw-symbol

Versicherungen nehmen einen wesentlichen Teil bei der Planung und Gründung eines Unternehmens ein. Denn kommt es zu einem Schadensfall oder Rechtsstreit, können die dabei entstandenen Kosten schnell die Existenz gefährden.Im folgenden Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick darüber, welche Versicherungen Sie in der Transportbranche brauchen. Außerdem liefern wir Praxis-Tipps, wie Sie den richtigen Versicherungsanbieter für sich finden.

 

Betriebshaftpflichtversicherung für Speditionen und Transportunternehmen

Unabhängig von den Dienstleistungen, die Ihr Transportunternehmen anbietet, benötigen Sie zunächst eine Betriebshaftpflichtversicherung. Diese verschafft Ihnen den nötigen Schutz, wenn Personen-, Sach- oder Vermögensschäden durch Sie oder Ihre Mitarbeiter verursacht worden sind. Dabei kann es sich zum Beispiel um einen abhanden gekommenen Schlüssel eines Kunden handeln, einen Schaden, der beim Be- oder Entladen auf Ihrem Hof passiert ist – oder um die Verletzung der Datenschutzgesetze. Als neu gegründetes Unternehmen ist es wichtig, sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, welche möglichen Risiken und Kosten abgedeckt werden sollen.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Gründer

Vor Berufsunfähigkeit ist keiner gewappnet, da Krankheiten nicht zwingend auf die Ausübung eines Berufes zurückzuführen sind und Unfälle auch in der Freizeit passieren können. Daher ist es in jedem Fall sinnvoll, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, um sich vor Einkommensverlusten zu schützen. Sollten Sie krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr imstande sein, Ihren Job vollumfänglich auszuüben, hat dies nicht nur Auswirkungen auf Sie und Ihre Familie. Auch Ihre Angestellten und Kunden können davon betroffen sein. Bei Selbstfahrern bzw. Kraftfahrern liegt das Risiko wesentlich höher irgendwann berufsunfähig zu werden: stundenlanges Sitzen, Stress aufgrund von Termindruck, physisch anspruchsvolles Be- und Entladen sowie gefährliche Situationen im Verkehr gehören hier zum Arbeitsalltag. Daher gehört der Beruf zur Risikogruppe 4, der sogenannten „Hochrisikogruppe“. Hier könnte auch eine zusätzliche Unfallversicherung Sinn machen. Der Umfang einer Unfallversicherung variiert jedoch von Anbieter zu Anbieter. Daher sollten Sie sich genau darüber informieren, welche Art von Unfällen und welche Leistungen inbegriffen sind.

Rechtsschutzversicherung in der Logistikbranche

Als Logistiker hat man täglich mit vielen unterschiedlichen Parteien zu tun, mit denen es über kurz oder lang zu Unstimmigkeiten kommen kann. Man mietet Geschäftsgebäude an, schließt Verträge mit Kunden und Partnern. Auch bei Problemen mit eigenen Mitarbeitern kann ein Rechtsstreit entfachen. Eine Rechtsschutzversicherung deckt für gewöhnlich die Kosten für Rechtsberatung und Rechtsanwälte, Gerichtstermine, Gutachter und Sachverständige ab. Im Fall von säumigen Zahlungen steht Ihnen als TIMOCOM Kunde unser Inkasso-Service außergerichtlich zur Seite. 

Inkasso-Service kennenlernen

Die nächsten drei Versicherungsarten beziehen sich konkret auf das Transportgewerbe. Wird hier eine Ware beim Transport beschädigt oder entsteht ein Folgeschaden, so kann sich die Schadenssumme schnell im sechs- bis siebenstelligen Bereich bewegen.

LKW- und Verkehrshaftungsversicherung

Wie bei jedem PKW ist zunächst auch eine Haftpflichtversicherung für den LKW obligatorisch und sollte auf die Verkehrshaftungsversicherung abgestimmt sein. Letztere ist gesetzlich vorgeschrieben, sobald Güter gewerblich transportiert werden, und regulär auf eine bestimmte Summe festgesetzt. Übersteigt der Warenwert eines Transportauftrags die Höhe der besagten Summe, so ist eine Zusatzversicherung für eben diesen Wert fällig.

Klaus Schäfer von KRAVAG hat uns in einem früheren Interview erklärt, worauf es beim Abschluss dieser Versicherungen ankommt.

Frachtaufträge prüfen lassen, Versicherungen aufeinander abstimmen

„Es ist immens wichtig, Einzelheiten zu klären wie „Wo stelle ich mein Fahrzeug nachts ab?“ und ob es ein überwachter Parkplatz ist oder nicht“, so Schäfer. Des Weiteren sollte ein guter Berater die Frachtaufträge prüfen und den Versicherungsschutz entsprechend anpassen. Schließlich reicht es nicht, eine Versicherung abzuschließen, wenn jene im Ernstfall Schäden nicht abdecken kann, weil diese vertraglich nicht berücksichtigt wurden.

Auf schnelle und professionelle Unfall-Schadensregulierung achten

Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. So kommt es auch in den „besten“ Betrieben zu Warenschäden und Unfällen. Oft muss sofort und höchst professionell gehandelt werden – sei es bei einem Unfall mit Gefahrengut oder bei Ladungsdiebstahl. Je schneller eine Versicherung kontaktiert wird, desto schneller können Maßnahmen eingeleitet werden, um die jeweiligen Schäden zu begrenzen.

Prämiensystem an Schadensentwicklung anpassen

Hier gilt: Je mehr LKW ein Unternehmen besitzt und je prozentual weniger Schäden verursacht werden, desto höher sollten die Prämien ausfallen. Laut Schäfer sollte ein erfahrener Versicherungsberater zudem imstande sein, zu analysieren, welche Unfälle welchen Fahrern am häufigsten sind und wie diesen entgegengesteuert werden kann.

Versicherungsschutz immer aktuell halten

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl der richtigen Versicherung ist zudem der Administrationsaufwand. Viele Anbieter stellen hier digitale Lösungen zur Verfügung, wo etwaige Änderungen direkt eingegeben werden können und der Schutz dementsprechend schnell angepasst wird. Bei Jungunternehmern empfiehlt es sich vor allem in der ersten Zeit, direkte Rücksprache mit dem eigenen Berater zu halten. Oft weichen die Aufträge von dem ursprünglichen Plan ab. Da gilt es zu klären, ob diese noch in den gewählten Versicherungsschutz passen.

Fazit

Zwar ist jedes Transportunternehmen individuell, doch generell sind folgende Versicherungen ein Must-have:

  • Betriebshaftpflichtversicherungen
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • LKW-Haftpflichtversicherung, insofern eigene Fahrzeuge vorhanden sind
  • Verkehrshaftungsversicherung

Um den Versicherungsschutz aktuell zu halten, sollten die Aufträge und die ursprünglichen Angaben regelmäßig überprüft werden.

 

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