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Transportmarkt 19.07.2022
4 min

TIMOCOM Transportbarometer Q2 2022

Der Transportmarkt leidet unter zahlreichen Negativ-Faktoren

Die Situation am Transportmarkt ist kritisch

Im Zuge des Ukraine-Krieges setzen gestiegene Energiepreise sowie hohe Material- und Personalkosten der Wirtschaft in Europa stark zu. Zahlreiche Transporte können durch den Fahrermangel und stillgelegte Transportkapazitäten nicht bedient werden. Dadurch verschärft sich das Ungleichgewicht zwischen angebotenen Frachten und Laderaum weiter. Großen Frachtmengen steht ein nur sehr begrenzter Laderaum gegenüber.

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Transportmarkt hat Schwierigkeiten mit Preisspirale

Die Gründe für eine befeuerte Preisspirale sind anhaltende Lieferengpässe, der Mangel an Rohstoffen und fehlende Zulieferteile in der Produktion. Zudem verschärft das altbekannte Problem des Fahrermangels die Situation auf dem Straßengüterverkehr. Das Verhältnis von Fracht- zu Laderaumangeboten in Europa ist aus den Fugen geraten – es lag im Juni im Durchschnitt bei 85:15. Betrachtet man nur die Relationen innerhalb Deutschlands, so liegt es sogar bei 89:11.

TIMOCOM Quartalsbericht 02.2022 Relation DE - DE

Starke Monate mit hoher Nachfrage nach Laderaum waren in Q2 April und Mai. Die Frachteingaben stiegen im April um 26 Prozent gegenüber März 2022. Auch, wenn im Juni die Nachfrage um 8 Prozent gegenüber dem Vormonat leicht zurück ging, lag sie trotzdem immer noch 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Zusammenfassend ist auffallend, dass das zweite Quartal bei innerdeutschen Transporten ein Plus von 63 Prozent gegenüber dem ersten Quartal aufweist.

Reduzierte Transportkapazitäten werden der Nachfrage nicht gerecht

Viele Spediteure haben aufgrund der gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise ihre Kapazitäten runtergefahren. Die Folge: Das Angebot an verfügbaren LKW in der Frachtenbörse von TIMOCOM ging im April um 19 Prozent zurück. Insgesamt waren in Q2 7 Prozent weniger Laderaum verfügbar als in Q1. Mit Blick auf das Vorjahresquartal ist das LKW-Angebot sogar um 10 Prozent gesunken. 

Weil es ein großes Ungleichgewicht zwischen dem angebotenen Laderaum und den Frachten gibt, werden auch deutlich höhere Preise für Transporte in Kauf genommen. Gunnar Gburek, Head of Business Affairs bei TIMOCOM beschreibt die Situation wie folgt: „Wir befinden uns in einem Auftragnehmer-Markt […] Die Bedeutung, kurzfristig Laderaum am Spotmarkt zu bekommen, hat trotz höherer Kosten zugenommen. Alle reden von Preisen, aber hier zeigt sich, dass die Verfügbarkeit von Transportkapazitäten aktuell wichtiger ist als ein günstiges Angebot.“

Um eine Entlastung des Transportmarktes zu schaffen, hat die EU-Komission vorgeschlagen, ukrainischen Berufskraftfahrern den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Es ist vorgesehen, dass geflüchtete ukrainische Fahrer für die Dauer ihres Schutzstatus mit ihrem ukrainischen Führerschein in der EU fahren dürfen, ohne ihn umzuschreiben. Ob das eine spürbare Verbesserung bringt, bleibt abzuwarten.

Transportbranche in Polen mit Kapazitätszuwächsen

Entgegen dem allgemeinen Trend zeichnen sich in Polen erste Kapazitätszuwächse ab. Wie polnische Fachmedien berichten, planen 70 Prozent der dort ansässigen Transportunternehmen trotz hoher Preise, ihren Fuhrpark auszubauen und neue Fahrzeuge zu erwerben. Der Haken daran ist, dass es nur sehr wenige Neufahrzeuge im Angebot gibt. Teilweise müssen Spediteure bis zu einem Jahr auf einen neuen LKW warten.

Das TIMOCOM Transportbarometer weist zudem aus, dass die Frachteingaben in PL in Q2 insgesamt um 4 Prozent zugenommen haben. Ein Grund hierfür ist der Anstieg des E-Commerce-Geschäfts. Auch die Verlagerung ukrainischer Unternehmen nach Polen kurz nach Kriegsbeginn ist ein Faktor. 

Ist dieser Hintergrund klar, so weiß man, warum das Transportbarometer für den polnischen Binnenverkehr im Juni 2022 wieder ein durchschnittliches Fracht- und Laderaum-Verhältnis von 70:30 zeigte.

TIMOCOM Quartalsbericht 02.2022 Relation PL - PL

 

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