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Logistikwissen 28.10.2021
6 min

Diese Erfindungen haben die Logistik geprägt und verändert

Innovationen optimieren Transportprozesse seit Erfindung des LKW

LKW, Wechselbrücken und Container

Die Logistik ist ein wesentlicher und bedeutender Bestandteil des Welthandels. Sie ist ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt und Grundlage für den globalen Warentransport. In unserem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf Erfindungen, die die Logistik nachhaltig verändert haben.

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Der erste LKW der Welt ging nach England

Die Erfindung des LKW war nach der Entwicklung der Lokomotive ein Meilenstein in der Logistik. Der erste Lastkraftwagen – damals von Gottlieb Daimler noch Lieferungswagen genannt – eroberte 1896 die Welt. Obwohl erobern wohl zu viel gesagt ist: In Deutschland lief der Verkauf nicht an, deshalb ging der erste LKW dieser Art nach England. Er war für 1,5 Tonnen Nutzlast ausgelegt. Zwei Jahre später folgte das 5 Tonnen-Modell. Die Fahrzeuge ähnelten noch sehr einer Kutsche, obwohl der Motor samt Kühlung beim 5-Tonner bereits vorne angebracht war. An den Transport von Containern war mit diesen Fahrzeugen jedoch noch nicht zu denken.

Container vereinfachen Transport und Umschlag

Jeder kennt diese spezielle Art des Behältertransports. Dabei haben Container enorme Vorteile: Sie sind intermodal einsetzbar sowie stapelbar, weil sie standardisierte Maße besitzen. Dadurch können sie unproblematisch umgeladen und transportiert werden. Auch, wenn es Behältertransporte bereits im 19. Jahrhundert gab, so wurde erst im frühen 20. Jahrhundert durch die Standardisierung eine Optimierung von Transporten und deren Kosten erreicht.

Der US-Amerikaner Malcom Purcell McLean setzte 1956 zum ersten Mal Großbehälter aus Metall für den Transport auf LKW und Schiffen ein. Um Zeit und das mühselige Umladen im Hafen einzusparen, soll er bereits als junger Fuhrunternehmer im Jahr 1937 auf den Gedanken gekommen sein, die LKW komplett samt Ladung auf die Schiffe zu bringen. Dann kam ihm die Idee, nur die Anhänger bzw. die Sattelauflieger mitsamt ihrer Fracht zu verladen. Zusammen mit dem Ingenieur Keith Tantlinger entwickelte er folgend den ersten modernen intermodalen Container: eine acht Fuß breite und zehn Fuß lange Kiste aus gewelltem Stahlblech. Durch die Weitergabe an die Industrie hatten sie den ersten Standard-Container geschaffen. Diese Standards wurden in Großbritannien für Container übernommen und ersetzten die seit den 1830er Jahren eingesetzten Holzcontainer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Weltwirtschaft und Transportbedarf wächst

Heutzutage sind Container nicht mehr wegzudenken. In den 1990er-Jahren hat der Transportbedarf deutlich zugenommen: Die Anzahl der Containerschiffe verdoppelte sich und mit ihnen der Containermarkt. 2005 waren ungefähr 20 Millionen Container auf 200 Millionen Transporten weltweit unterwegs. Davon fast 75 Prozent auf Containerschiffen. Der Container reduzierte die Transportkosten des internationalen Warenhandels und beschleunigte die Prozesse. Das brachte vor allem die Möglichkeit des Im- und Exports von zahlreichen Konsumgütern, Rohstoffen und Massenwaren. Mittlerweile werden jährlich etwa 200 Millionen Container auf den Weltmeeren transportiert.

Die Wechselbrücke steigert die Flotteneffizienz

Speziell im Straßengüterverkehr gibt es wohl kaum jemanden, der sie heute missen möchte: die Wechselbrücke. 1971 wurde sie das erste Mal eingesetzt. Die Idee: Das Umladen von ganzen LKW-Ladungen nach dem Modell des Seecontainers zu beschleunigen und die Effizienz der Flotte zu steigern. Der Schwiegersohn des Firmengründers von Dachser, Thomas Simon, hatte in den 1960er-Jahren die Entwicklung vorangetrieben. Mit der Erfindung des Wechselbehälters mit aufstellbaren Füßen hat das Familienunternehmen aus Kempten den Straßengüterverkehr nachhaltig verändert. Durch ihren Einsatz können die bestehenden Konzessionen für die einzelnen Fahrzeuge besser genutzt werden. Das Grundmaß einer Wechselbrücke entspricht im Wesentlichen dem eines ISO-Containers, sodass beide auf denselben Tragfahrzeugen transportiert werden können. Mittlerweile sind sogar Koffer- und Kühlkoffer-Wechselbrücken mit Doppelstockladungseinrichtung im Einsatz. Sie ermöglichen, die Ladekapazität noch optimaler auszunutzen, ohne Paletten stapeln zu müssen.

Digitalisierung und Transportplattformen ebnen den Weg in die moderne Logistik

Eine der jüngsten Erfindungen und Weiterentwicklungen in der Logistik ist die Digitalisierung und Vernetzung der am Transport beteiligten Akteure. Der Transport von Waren über die Straße war bis in die 1990er Jahre stark geprägt von persönlichen Kontakten und analogen Geschäftsmethoden. Während Spediteure heute TMS, ERP-Systeme und Frachtenbörsen als vorrangige Arbeitswerkzeuge einsetzen, war der Straßengüterverkehr zuvor maßgeblich vom telefonischen Kontakt abhängig.

Erst, als die Verbreitung des Internets die Vernetzung ermöglichte, konnten sich auch in diesem stark fragmentierten Markt digitale Anwendungen durchsetzen. Die Frachtenbörse von TIMOCOM ging 1997 live. Zwar gab es bereits ähnliche Plattformen, diese boten jedoch nicht das Angebot für den entsprechenden Mehrwert. Sie waren vor allem regional ausgerichtet. Die Fracht- und Laderaumbörse von TIMOCOM setze neue Standards für die logistische Prozesse im europäischen Straßengüterverkehr.

Die Plattform wurde laufend weiterentwickelt und u. a. um Schnittstellen zu TMS und Telematik-Systemen sowie zahlreichen Anwendungen und Services erweitert und ausgebaut.  

Innovationen optimieren logistische Prozesse

Sowohl mechanische als auch digitale Erfindungen haben die Logistik zu dem gemacht, was sie heute ist. Der intermodale Verkehr wäre ohne die Erfindung und Standardisierung der Container nicht möglich. Die Wechselbrücke hat die Umladung im Straßengüterverkehr vereinfacht. Vor allem aber hat der Digitalisierungsgrad zugenommen. Da viele Unternehmen zusätzliche Kosten und Aufwände scheuen, bieten ihnen unabhängige Transportplattformen die Möglichkeit, ohne große Investitionen ihre Prozesse zu digitalisieren und an dem Ökosystem der Logistik 4.0 teilzunehmen. Eins haben die Innovationen der letzten Jahrzehnte gemeinsam: Sie optimieren die logistischen Prozesse beim Transport von Gütern, steigerten die Effizienz und senken die Kosten.

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