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Smart Logistics System 19.01.2021
5 min

Endlich Durchblick: So optimieren Sie den Transportprozess

Experteninterview mit Philipp Schmidt

Philipp Schmidt, Strategic Product Manager vom FreightTech Unternehmen TIMOCOM

Als strategischer Product Manager ist Philipp Schmidt für die langfristige Ausrichtung des Smart Logistics System bei TIMOCOM verantwortlich. Dabei übersetzt er nicht nur Kundenwünsche in Strategien, sondern komplexe Vorgänge in einfache Schritte.

Einen maßgeblichen Beitrag zum besseren Verständnis zwischen allen Akteuren der Transportlogistik liefert TIMOCOM mit einem Whitepaper zum Transportprozess. Warum das ein längst überfälliger Schritt war und welcher Mehrwert sich daraus für die Logistikbranche ergibt, erklärt der Wirtschaftsinformatiker im folgenden Interview.

Whitepaper zum Transportprozess herunterladen

Grundlage für Digitalisierung der Transportlogistik

In dem Whitepaper von TIMOCOM wurde der Transportprozess definiert und auf bestimmte Schritte reduziert. Gab es zuvor ein anderes Verständnis davon? Warum war das nötig?

Philipp Schmidt: Die Transportlogistik ist ein komplexes Umfeld. Fragt man die Beteiligten nach dem Transportprozess, erhält man jedes Mal eine andere Definitionsvariante. Diese hängt naturgemäß von dem individuellen Standpunkt der Befragten ab. Ob produzierendes Unternehmen, LKW-Fahrer, Spediteur, Lagermitarbeiter oder Logistikmanager. Wenn jeder für sich zu sehr in die Detailtiefe geht, führt dies zu Verständnisschwierigkeiten und Abstimmungsproblemen. Ein typisches Mittel zum Umgang mit Komplexität ist die Abstraktion. Dabei werden Einzelheiten verallgemeinert und teils weggelassen, um ein einfacheres Verständnis zu ermöglichen.

In der Informatik sprechen wir hier häufig von dem „divide-and-conquer-Prinzip“. Heißt: Wir nehmen etwas Großes und Komplexes und brechen es auf einzelne, vereinfachte Schritte herunter. Genau das haben wir mit unserer Definition des Transportprozesses gemacht! Mit der vereinfachten Abbildung des Transports können die Beteiligten diesen sich also schrittweise zu eigen machen und nacheinander effizient (Teil-)Lösungen entwickeln. Diese Vorgehensweise hilft bei der Erarbeitung jeglicher Produkte und ist damit eine wichtige Grundlage für die Digitalisierung.

Strukturierter Überblick für Optimierungsmaßnahmen

Wie kann ich als Unternehmer davon profitieren, wenn ich die einzelnen Transportprozess-Schritte kenne?

Philipp Schmidt: Erst einmal schafft man damit einen Überblick. Dieser wiederum macht es möglich, die einzelnen Tätigkeiten strukturiert zu hinterfragen. So kann man bestimmte Punkte optimieren und bewusst Entscheidungen treffen. Zum Beispiel, ob und wo der Einsatz von Software und Dienstleistern Sinn macht. Das bieten wir nun bei TIMOCOM: Einen strukturierten Blick auf den Transportprozess, damit unsere Kunden klar verstehen, was wir für sie in welchen Schritten bieten und bieten werden.

Welche Lösungen bietet das Smart Logistics System denn bereits heute, um den Transportprozess zu optimieren?

Philipp Schmidt: Europaweit bekannt sind wir sicherlich für den Schritt „Transportanbahnung“. Hier dominiert der Spotmarkt. Dies ist der Teil des Smart Logistics System, mit dem uns die Transportlogistik primär in Verbindung setzt. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden heute bereits Lösungen zur Effizienzsteigerung in weiteren Schritten des Transportprozesses. So eliminieren wir u.a. mit unserem voll digitalen Austausch von Transportaufträgen erfolgreich manuelle Datenerfassung. Des Weiteren ermöglichen wir den einfachen Austausch von GPS-Positionen unterschiedlichster Telematik-Anbieter. Und sicher werden wir uns darauf nicht ausruhen, sondern konsequent entlang des Transportprozesses weitere Lösungen anbieten.

Digitale Vernetzung von Beteiligten, Vermeidung von Medienbrüchen

Was haben Schnittstellen damit zu tun und in welche Prozesse und Systeme lassen sie sich besonders gut integrieren?

Philipp Schmidt: Die Schnittstellen sind einer der Zugangswege zu TIMOCOM. Wir haben vor langer Zeit bereits erkannt, dass es möglich sein muss, unser Smart Logistics System mit seinen Anwendungen bei unseren Kunden zu integrieren. Die Schnittstellen bedienen unsere Anwendungen auf die gleiche Weise wie die Web-Oberfläche unseres Systems dies tut.

Das bedeutet: Wir werden in Zukunft für die meisten unserer Anwendungen die entsprechenden Schnittstellen zur Verfügung stellen. Damit kann ein Auftragnehmer direkt in das System des Auftraggebers kommunizieren – indem er dort beispielsweise einen Transportauftrag übermittelt.

Was konkrete Beispiele für die Effizienz von Schnittstellen betrifft: Seit Jahren bieten wir insbesondere für größere Kunden die Möglichkeit an, Frachtangebote aus ihrem eigenen Transportmanagementsystem (kurz TMS) zu übertragen - automatisch per Klick ins System von TIMOCOM. Auch Transportaufträge können heute dementsprechend übermittelt werden. Diese sind genauso rechtsverbindlich wie ein pdf-Dokument, das sonst per E-Mail verschickt wird. Der Unterschied: der Auftragnehmer kann dies direkt in sein TMS importieren. Mehrfache Datenerfassung und Medienbrüche werden dadurch vermieden – und die Effizienz wird drastisch gesteigert.

Im Bereich der Transportdurchführung gibt es zudem die Möglichkeit, GPS-Informationen auszutauschen. Man kann sein GPS-Signal mit dem Auftraggeber teilen. So kann dieser daraufhin die Eintreffzeit berechnen oder die Zulaufsteuerung seiner Rampe vornehmen.

Flächendeckende Digitalisierung und einheitliches Verständnis

Warum sollte man sich das Whitepaper zum Transportprozess herunterladen?

Philipp Schmidt: Vor allem, um eine einheitliche Sprache zu sprechen und ein einheitliches Verständnis aufzubauen. Der Markt ist komplex genug, nutzen wir doch die Möglichkeit, ihn etwas zu vereinfachen. Aus meiner Sicht scheitert die flächendeckende Digitalisierung der Transportlogistik derzeit nicht an fehlenden Technologien, sondern vielmehr an fehlendem Verständnis untereinander – bspw. von Systemen. Klar sind individuelle Arbeitsweisen an vielen Stellen unabdingbar. Aber: Abstrahiert ergeben sich daraus meist dieselben Schritte und Tätigkeiten. Diese sollten wir gemeinsam abbilden und digitale Lösungen finden. Dann ist der Transportlogistik geholfen.

 

Zur Person:
Philipp Schmidt ist Strategic Product Manager beim IT- und FreightTech-Unternehmen TIMOCOM, welches das erste Smart Logistics System für Europa betreibt. Bereits während seiner Forschungsarbeit an der Universität Duisburg-Essen hat er erkannt, dass es in der Transportlogistik einen großen Bedarf an übergreifenden Kommunikationsplattformen gibt – und wegweisende Projekte realisiert. Bei TIMOCOM übersetzt der Wirtschaftsinformatiker Kundenwünsche für die Softwareentwicklung und begleitet Produkte über den gesamten Lebenszyklus hindurch. Sein übergreifendes Ziel ist es, Produktvisionen für das Smart Logistics System zu erarbeiten und damit die flächendeckende Digitalisierung der europäischen Transportlogistik voranzutreiben.

 

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Olga Polasik-Rüffer

Olga Polasik-Rüffer

Senior Communications Manager - Marketing

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