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Logistikwissen 24.08.2021
4 min

Kennen & Lernen mit Gunnar Gburek von TIMOCOM: Logistik zum Anfassen

das TIMOCOM Kurzinterview

Gunnar Gburek, Company Spokesman, TIMOCOM

Logistik muss man anfassen, spüren, erleben, findet TIMOCOM Company Spokesman Gunnar Gburek. Sie ist facettenreich, spannend und unabdingbar. Dennoch muss sie oft als Sündenbock herhalten. Dabei ist jeder von uns ein Teil davon - und kann sie durch eigene Entscheidungen nachhaltig beeinflussen.

In „Kennen & Lernen – das TIMOCOM Kurzinterview“ versucht Gburek zu erklären, was Logistik ausmacht und warum ihm am Ende bloße Worte dafür nicht ausreichen

Der Weg zur Logistik

1. Wie sind Sie zur Logistik gekommen und was gefällt Ihnen daran?

Während meines BWL-Studiums wurde ein neuer Fachbereich eingerichtet: Logistik! Ich war sofort Feuer und Flamme für das Thema.  Bis heute fasziniert mich die unglaubliche Breite der Logistik und deren Bedeutung für das gesamte wirtschaftliche Handeln.

2. Welche war Ihre beste berufliche Entscheidung?

Nach dem Studium in die Logistikeinheit eines Handelsunternehmens einzusteigen – und dort sowohl im Lager als auch im Transport Erfahrungen sammeln zu können, war das Beste, was mir passieren konnte. Dass mein Weg mich in den Transportsektor geführt hat, war eher Zufall. Es hätte auch genauso gut etwas mit Lager oder Infrastruktur werden können. Nach wie vor habe ich ein breites Interesse an allen logistischen Themen.  

Aha-Moment

3. Wann hatten Sie zuletzt einen Aha-Moment und worum ging es?

Während einer Think-Tank-Sitzung zum Thema Nachhaltigkeit mit mehr als 30 Vertretern von Industrie- und Handelsunternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Es wurde deutlich, wie groß der Wunsch, aber auch die Herausforderung für alle Beteiligten ist, umweltfreundlich zu handeln.

Die Transportdienstleister investieren von sich aus kaum in umweltfreundliche Technik, weil es a) sehr schwierig ist, aber b) auch keinen wirklichen Wettbewerbsvorteil bringt. Auf der anderen Seite würden die Industrie- und Handelsunternehmen gern Dienstleister einsetzen, die sich klimafreundlich verhalten, finden sie aber kaum. So wartet jeder darauf, dass der andere den ersten Schritt tut.

Der Aha-Effekt: Das Dilemma kann durch den Konsumenten aufgebrochen werden. Wenn er durch sein Kaufverhalten klimafreundliche Produkte bevorzugt, werden die Produzenten und Händler sie anbieten wollen. Dafür brauchen sie umweltfreundliche Dienstleister. Die Wetter-Ereignisse der vergangenen Wochen werden aus meiner Sicht hier eine entsprechende Dynamik auslösen und das Kaufverhalten nachhaltig beeinflussen.   

Empfehlung

 4. Welches Hilfsmittel (z. B. App, Website oder Buch) empfehlen Sie – und warum?

Logistik in all ihren Facetten lässt sich weder durch das Studium von Büchern noch durch digitale Medien erfassen. Logistik muss man anfassen, spüren, erleben – Logistik ist überall. Einfach mal vor die Haustür gehen und Logistik live erleben: Ob es der Bauer ist, der mithilfe von Traktor und Anhänger seine Ernte einbringt, das Lastenfahrrad, mit dem Pakete ausgeliefert werden, der LKW, der den Supermarkt versorgt, das Binnenschiff, die Güterbahn, das Flugzeug, die allesamt Waren über große Distanzen bringen. Oder die zahllosen Speicher und Lagerhallen, die auf der ganzen Welt essenziell zur Versorgung der Menschen beitragen. Ohne Logistik bewegt sich gar nichts und jeder von uns ist ein Teil davon!

Größte Herausforderungen in der Logistik

5. Was sehen Sie aktuell als größte Herausforderung in der Logistik?

Transport und Mobilität sind die wesentlichen Triebfedern der Wirtschaft und der Menschen. Sie so umzugestalten, dass die notwendigen Techniken die Umwelt nicht mehr schädigen, die Infrastruktur nicht noch mehr Ressourcen verbraucht und das Ganze eine allgemeine Akzeptanz erfährt, wird das herausragende Ziel der kommenden Jahre. Es ist möglich, aber auch nicht trivial.

Zur Person:
Der Diplom-Kaufmann mit den Schwerpunkten Handel und Logistik blickt auf mehrjährige Erfahrungen in der Logistikbranche zurück, u. a. als Geschäftsführer des auf Handels- und Privatkundenbelieferung spezialisierten Logistikdienstleisters Hasenkamp und als Bereichsleiter Logistik beim Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Seit Ende 2016 ist Gunnar Gburek Company Spokesman sowie Head of Business Affairs von TIMOCOM. Das 1997 gegründete FreightTech-Unternehmen aus dem Raum Düsseldorf unterstützt seine Kunden mithilfe seines Smart Logistics System darin, ihre logistischen Prozesse zu optimieren.

 

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