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Logistikwissen 17.12.2020
5 min

IFS Zertifizierung – die wichtigsten Vorteile für Produktion und Handel

IFS Zertifikate: Die Vorteile sicherer Lebensmittelproduktion

Gerade Hersteller von Eigenmarken stehen vor der Herausforderung, den Wünschen der Verbraucher langfristig gerecht zu werden. Ob es Lebensmittel, Elektronikgeräte, Bekleidung oder Transportmittel sind – der Wunsch, nachhaltig zu konsumieren überwiegt. 62 Prozent der deutschen Befragten geben in der Nachhaltigkeitsstudie 2020, durchgeführt von Facit, an, dass Ihnen der Verzicht auf die Verwendung schädlicher Chemikalien bei der Lebensmittelproduktion wichtig ist. Verpackungsmüll zu vermeiden hat für 56 Prozent der Umfrageteilnehmer Relevanz. Die IFS (International Featured Standards) unterstützen Produzenten, Händler und Dienstleister bei ihrer Qualitätssicherung angesichts steigender Verbraucheransprüche und sind vom GFSI (Global Food Safety Initiative) anerkannt.

55 im Smart Logistics System von TIMOCOM agierende Unternehmen verfügen über eine IFS-Zertifizierung und haben diese und weitere Auszeichnungen in ihrem Unternehmensprofil sichtbar hinterlegt. Diese Dienstleister können Logistikservices gemäß der strengen IFS-Vorgaben für Sie durchführen. Den geeigneten Dienstleister finden Sie beispielsweise über die Anwendung Ausschreibungen.

Als Produktions- und Handelsunternehmen erhalten Sie im Folgenden die wichtigsten Informationen zum IFS Food.

IFS Food – Wettbewerbsvorteile durch nachhaltige Lebensmittelsicherheit

Wer sich nach dem produktbezogenen IFS Food Standard zertifizieren lässt, signalisiert seinen Kunden einen klaren Fokus auf Lebensmittelsicherheit in allen Stufen des Produktionsprozesses. Das bedeutet, vom Rohstoff über dessen Verarbeitung bis hin zur Erstverpackung des finalen Produkts herrscht maximale Transparenz. So werden während des gesamten Herstellungsprozesses die höchsten Ansprüche an Sicherheit und Qualität umgesetzt. Ein Lebensmittel, das unter IFS Food-Auflagen hergestellt wird, erfüllt auch rechtliche Anforderungen, die aus Lebensmittelvorschriften hervorgehen.

Sowohl für die Produktion als auch für das Marketing bietet eine Zertifizierung nach IFS Unternehmen die Möglichkeit, sich positiv vom Wettbewerb abzuheben, indem sie die

  • Fertigungsprozesse optimieren, streng einhalten und überwachen,
  • Produktqualität erhöhen,
  • Rückrufaktionen und Haftungsrisiken reduzieren,
  • Ressourcen sinnvoll einsetzen,
  • Produktionsabfälle verringern,
  • Kosten und Zeit sparen,
  • Sicherheit aller Interessensgruppen (Zulieferer, Kunden, Konsumenten) sicherstellen,
  • Vertrauensbasis in ihre Produkte und die Kundentreue steigern.

Gute Planung erforderlich: So erreichen Sie die IFS-Zertifizierung

Unternehmen, die eine Zertifizierung gemäß IFS Food anstreben, sollten sich vorab umfassend mit den Anforderungskriterien und anstehenden Audits auseinandersetzen.

Zur Planung gehört unter anderem

  • die Sensibilisierung der Mitarbeiter und geschlossene Befürwortung innerhalb des Unternehmens zur geplanten Zertifizierung,
  • der Einsatz eines Qualitätsmanagementsystems,
  • die Eruierung und Protokollierung von Risikoquellen unter HACCP-Gesichtspunkten,
  • das Erstellen einer geeigneten Herstellungs- sowie Hygienepraxis gemäß GMP,
  • das Aneignen umfangreicher Kenntnisse zum IFS-Zertifikat sowie zu rechtlichen Grundlagen.

Die Audits: Eckdaten zu Vorbereitung, Ablauf und Nachbesserungen

Auf die Planung folgen für das Unternehmen eine Reihe von Audits. Im Idealfall kann auch mit nur einem einzigen Audit die Zertifizierung erreicht werden. Ein optionales Voraudit bietet allerdings die Chance, vom Auditor auf notwendige Nachbesserungen hingewiesen zu werden. Diese können zum tatsächlichen Zertifizierungsaudit durchgeführt werden. Eine gute Unterstützung für das Voraudit ist die IFS Software auditXpress.

Gemäß der Website der Prüfstelle TÜV Rheinland erfolgen die Audits und Prüfungen in diesen sechs Schritten:

  1. Voraudit (optional)
  2. Dokumentationsprüfung
  3. Zertifizierungsaudit
  4. Zertifikatserteilung und Aufnahme in die Online-Zertifikatsdatenbank Certipedia
  5. Jährliches Überwachungsaudit
  6. Re-Zertifizierung nach drei Jahren und Fortsetzung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses

Das Anwärterunternehmen wählt die Zertifizierungsstelle selbst aus und wird während des gesamten Prozesses von einem festen Auditor begleitet. Da die Zertifizierung produktbezogen erteilt wird, können die Audits nur dann stattfinden, wenn die Produkte tatsächlich gerade gefertigt werden. Darüber hinaus ist die Anwesenheit der verantwortlichen Personen für das Audit erforderlich.

Weitere Details zu den einzelnen Stufen des Zertifizierungsprozesses sowie eine Liste der Zertifizierungsstellen sind hier hinterlegt.

Nachjustierter IFS Food V7 ab 01. Juli 2021 gültig

Basierend auf dem aktuellen Standard IFS Food 6.1 gelten ab dem 01. Juli 2021 die Anforderungen gemäß IFS Food 7. Ab dem Zeitpunkt sind sie für IFS-zertifizierten Zulieferer aller Abschnitte der Lebensmittelproduktion verpflichtend. Die Nachbesserungen des IFS Food 7 beziehen sich unter anderem auf die Beurteilung, die vor Ort im Unternehmen gefällt wird. Sie wird demnach zukünftig höher gewichtet. Als eines der wichtigsten Kriterien wurde die Kultur der Lebensmittelsicherheit neu im Anforderungskatalog aufgenommen.

Standards und Entwicklungsprogramme für eine transparente Lieferkette

Als im Jahr 2003 der Startschuss fiel, lag die Konzentration noch auf Lebensmittelsicherheit. IFS stand somit für International Food Standard und wurde initiiert durch eine Kooperation zwischen dem Handelsverband Deutschland (HDE) und dem französischen Groß- und Einzelhandelsverband (FCD: Fédération des Entreprises du Commerce et de la Distribution). Inzwischen ist das Angebot an Standards gewachsen und bezieht auch Haushalts- sowie Hygieneprodukte mit ein.

Die IFS Standards und Programme:

  • IFS Food 7
  • IFS HPC
  • IFS Food 6.1
  • IFS Wholesale/ Cash & Carry
  • IFS Logistics 2.2
  • IFS Broker 3
  • IFS ACsecure 1.1
  • IFS Global Markets Food
  • IFS Global Markets Logistics
  • IFS Global Markets HPC

Details zu den Standards und Programmen finden Sie in der Liste der IFS International Featured Standards.

IFS Logistics: das Zertifikat für Logistikdienstleister

Logistikunternehmen können sich mit dem IFS Logistics Zertifikat auszeichnen lassen. Hier liegt der Fokus auf speziellen Anforderungen für Logistiker, z. B. Lagerung und Transport (un)verpackter Lebensmittel.

Zertifikate: Aushängeschild für Ihr Unternehmen

Siegel und Zertifikate zeigen Ihren Kunden, dass sie es mit einem vertrauenswürdigen Partner zu tun haben. Denn genau wie Ihre Kunden stellen auch Sie die höchsten Ansprüche an Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Auszeichnungen erhöhen Ihre Chance, neue Märkte zu erschließen und Ihr Unternehmen international weiter zu etablieren.

Schließen auch Sie sich als IFS-ausgezeichnetes Produktions- oder Handelsunternehmen dem europaweiten Netzwerk aus mehr als 45.000 geprüften Kunden an. Als Bestandskunde haben auch Sie die Möglichkeit, Ihre Zertifikate in Ihrem Unternehmensprofil hochzuladen und mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen:

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