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TIMOCOM – Transportlexikon
Transportlexikon

CMR

CMR bezeichnet ein internationales Abkommen über grenzüberschreitende Transporte, die auf dem Landweg durchgeführt werden. CMR ist eine Abkürzung für „Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route“, auf Deutsch: Internationale Vereinbarung über Beförderungsverträge im Straßengüterverkehr. Das Abkommen regelt Auftragsvergabe und –abwicklung, Haftung bei Verzug sowie bei Verlust oder Beschädigung des Transportgutes. Das Vertragswerk enthält zudem Vorschriften bezüglich Reklamationen und den Fall von aufeinanderfolgenden Frachtführern.

Ist ein Sachverhalt durch die CMR nicht hinreichend geregelt, gilt ergänzend das nationale Recht. Das Übereinkommen ist ausschließlich für die Verladung von Straßenfahrzeugen bestimmt. Container oder Wechselaufbauten gelten für sich genommen nicht als Fahrzeuge im Sinne der CMR. Für derartige internationale Transporte wird ein standardisierter CMR-Frachtbrief ausgestellt.

Historie
Das Abkommen kam 1956 unter Federführung der UNO zustande. Es wurde zuerst von zehn Staaten unterschrieben. Die CMR-Gründungsmitglieder waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz und Jugoslawien.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde das Abkommen 1961 ratifiziert, in der DDR 1974. Mittlerweile haben sich alle europäischen Staaten angeschlossen, außerdem zwei afrikanische Länder (Marokko und Tunesien) sowie mehrere Staaten in Zentralasien und dem mittleren Osten.

Der Begriff
Der Begriff CMR bezeichnet eigentlich das Abkommen selbst, wird aber in der Praxis häufig (fälschlicherweise) verwendet für den CMR-Frachtbrief. Dieses standardisierte Formular ist eigentlich nur vorgeschrieben bei grenzüberschreitenden Transporten, wenn (mindestens) das Abgangs- oder Empfangsland des Gutes ein CMR-Mitgliedstaat ist. Im Transportalltag wird es aber auch bei nationalen Transporten häufig verwendet.
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