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News 03.11.2020
4 min

Geballte Logistik-Power: Vorteile der Vernetzung von Straßengütertransport und Binnenschifffahrt

TIMOCOM und Bargelink kooperieren

Die Zukunft der Logistik folgt einer klaren Vision: Sie ist digital, interdisziplinär und agil. IT-Dienstleister verknüpfen ihre Technologien und verschlanken so die Prozesse ihrer Kunden. Diese gewinnen an Flexibilität. Sie können ihre Lieferversprechen noch besser einhalten und den Warenfluss über verschiedene Verkehrswege, z. B. Straße und Binnenschifffahrtsstraße, steuern. Die Kooperation zwischen den Logistik-IT-Dienstleistern TIMOCOM und Bargelink ist dafür ein aktuelles Beispiel.

Kooperationen als Basis starker Synergien

Das Smart Logistics System von TIMOCOM digitalisiert und automatisiert die Prozesse des Straßengütertransports, der Online-Marktplatz von Bargelink die der europäischen Binnenschifffahrt.

Folgende Synergien sollen geschaffen werden:

  1. Prozessoptimierung: Der parallele Zugriff erleichtert die Disposition der Waren über die IT-Dienstleistungen für zwei verschiedene Verkehrsträger.
  2. Kostenoptimierung: Die Wahl des passenden Transportweges für den Disponenten und die Zusammenlegung von Transporten reduziert die Transportkosten.
  3. Auslastungsoptimierung: Die Straßen sind kapazitär stark ausgelastet. Die Kooperation macht die Reserven der Binnenschifffahrt transparent.
  4. Netzwerkausbau: Die Kunden können sich mit Dienstleistern des jeweils anderen Verkehrsweges vernetzen.
  5. Flexibilität: Große Netzwerke erhöhen den Handlungsspielraum bei sowohl alltäglichen Anfragen als auch bei kurzfristigen Bedarfen oder Engpässen.

Ausgereizte Straßenkapazitäten

Einen solchen Engpass erlebte der Verkehrsweg Straße bereits vor der aktuellen Corona-Pandemie. Noch in der ersten Märzwoche 2020 kommunizierte der ADAC für das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen mehr als 4.000 Staus mit über 6.000 Staukilometern. Kurz darauf gingen die Staus in NRW auf 654 mit einer Länge von 580 Staukilometern zurück. Die Mobilitätseinschränkungen durch den Corona-Lockdown waren dafür die Ursache. Dieser Rückgang war jedoch nur eine Momentaufnahme.

Die aktuelle Entwicklung zeigt: Die Konjunktur erholt sich. Nachfrage und Produktion steigen an, und damit auch der Bedarf nach Transporten. Im Zeitraum 26. September 2020 bis 02. Oktober 2020 lag der bereinigte LKW-Maut-Fahrleistungsindex durchschnittlich 0,6 Prozent über den Vorkrisenwerten.

Bereits Mitte September kam es in NRW wieder zu 4.741 Staus auf 6.571 Staukilometern – auch das ist Vorkrisenniveau. Die Vermeidung öffentlicher Verkehrsmittel im Zuge des Infektionsschutzes führt zudem mehr private Autofahrer auf die Straße, was die Kapazitäten zusätzlich ausschöpft.

Binnenschifffahrt hat Kapazitätsreserven

Für den Gütertransport gibt es einen alternativen Verkehrsweg, der kombinierte Verkehre in Teilen abfangen und die Straße entlasten kann: die europäischen Binnenwasserstraßen mit einer Gesamtlänge von knapp 25.000 Kilometern.

Allein Deutschlands Bundeswasserstraßen setzen sich aus 7.476 Kilometer Binnenwasserstraßen und etwa 23.000 Quadratkilometern Seewasserstraßen zusammen. Für den internationalen Güterverkehr haben davon rund 4.800 Kilometer der Binnenschifffahrtsstraßen eine erhöhte Relevanz. Die vorhandene Infrastruktur verbindet 56 von Deutschlands 74 Großstadtregionen und bietet Anbindungen an Überseehäfen wie Hamburg oder Rotterdam. Der Gütertransport über die Binnenschifffahrt trägt in Deutschland zu rund sieben Prozent des Güterverkehrs bei.

Investitionen stärken nachhaltige und agile Binnenschifffahrt

Ob Binnenschiff oder LKW: Durch Komplett- oder zusammengelegte Teilladungen ausgelastet weisen beide Transportmittel eine erhöhte Nachhaltigkeit aus. An Energie verbrauchen Binnenschiffe im Vergleich zu 40-Tonnen-LKW sogar weniger als ein Drittel. Forderungen, sowohl die Binnenschifffahrt als auch Binnenschifffahrtsstraßen nachhaltig zu unterstützen, sind deswegen umweltpolitisch und wirtschaftlich motiviert.

Beschlossene Investitionen in Deutschland berücksichtigen flussbauliche Maßnahmen wie Fahrrinnenanpassungen ebenso wie den Ausbau des 5G-Netzes zur Echtzeitübertragung von Schiffverkehrsdaten. Die Technologie unterstützt dabei, kurzfristig auf Engpässe auf der Straße oder geringe LKW-Kapazitäten reagieren zu können, indem man Transporte auf das Wasser verlegt. Gleichzeitig geben die Daten Einblick in die Auslastung der Binnenwasserstraßen.

Vernetzung ausbauen, Verkehrsträger kombinieren, Versorgung sichern

Es besteht die Notwendigkeit, eine Symbiose zwischen verschiedenen Verkehrsträgern, IT-Dienstleistungen und modernen Telekommunikationstechnologien herzustellen. Dies wurde während des Lockdowns durch die Corona-Pandemie Anfang 2020 deutlich.

TIMOCOM und Bargelink sehen ihre Kooperation als Grundstein für die interdisziplinäre Vernetzung von zwei verschiedenen Verkehrsträgern. Die beiden Logistik-IT-Dienstleister kommen ihrem Ziel damit einen großen Schritt näher: Kapazitäten sinnvoller auszulasten und dabei nachhaltig die Versorgung mit Gütern jedweder Art für alle zu sichern.

Sie interessieren sich für Vernetzungsmöglichkeiten von z. B. Ihrer Transportmanagementsoftware zum Smart Logistics System von TIMOCOM? 

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