Service-Mitteilung: Wie finde ich die richtige Transportversicherung?

Erfahre, was du bei der Wahl der Transportversicherung beachten solltest

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18.02.2019

Je nach Art der transportierten Ware kommen schnell Werte in sechs- und siebenstelliger Höhe zusammen. Wenn dann etwas schief geht und man nicht richtig versichert ist, kann das schon einmal fatale Folgen haben. Doch wie vermeidet man solche Situationen? Und wie wählt man die richtige Versicherung für das eigene Transportunternehmen? Wichtige Tipps und Ratschläge gibt Klaus Schäfer vom deutschen Experten für Transportversicherungen KRAVAG.

„Im Falle einer Transportschadens immer die Versicherung anrufen, die den Auftrag an seriöse Unternehmen weiterleitet, die alles einwandfrei organisieren“, Klaus Schäfer, KRAVAG
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LKW-, Verkehrshaftungs- und Zusatzversicherung

Der Begriff Transportversicherungen umfasst in erster Linie drei wichtige Bereiche:

  1. Wie jeder PKW-Fahrer eine Kfz-Versicherung besitzt, braucht ein Frachtführer zunächst einmal auch eine LKW-Versicherung.

  2. Sobald Waren im LKW transportiert werden, ist eine Verkehrshaftungsversicherung obligatorisch. Diese ist für Frachtführer und Transportunternehmer im gewerblichen Güterverkehr gesetzlich vorgeschrieben. Die transportierten Güter sind dann mit einem Kilogrammpreis fallweise gut versichert.

  3. Handelt es sich jedoch um z.B. Elektronik- oder Tabakware oder andere hochwertige Artikel, übersteigt der Warenwert oft schnell die abgedeckte Summe. „Nehmen wir an, Sie sind über die Verkehrshaftungsversicherung für 100.000 € versichert, haben aber Waren im Wert von 200.000 € geladen. Dieses Plus von 100.000 € muss dann zusätzlich versichert werden. Der Spediteur oder das Transportunternehmen muss in einem solchen Fall dem Kunden eine zusätzliche Transportversicherung anbieten“, erklärt Klaus Schäfer, Vertriebsdirektor bei KRAVAG.

4 wichtige Kriterien für die Wahl der passenden Versicherung

  1. Adäquate Beratung
    Wie vor jeder großen Entscheidung ist es von großem Vorteil, sich bei der Wahl der Transportversicherung einen Experten zurate zu ziehen. Denn Versicherungen im Güterverkehr erfordern Spezialwissen. „Ich muss wissen, wie meine Verkehrshaftungsversicherung mit der Transportversicherung und mit dem LKW zusammenhängt. Es gibt hier viele Spielregeln zu beachten: z.B. wo stelle ich mein Fahrzeug nachts ab? Der Berater muss in der Lage sein, meine Frachtaufträge zu prüfen und mir den entsprechenden Versicherungsschutz zu empfehlen und zur Verfügung zu stellen“, erklärt Schäfer.

  2. Einfache Pflege der Versicherung
    Neben der individuellen Beratung spielt auch das Handling der Versicherung eine große Rolle. Dieses sollte möglichst einfach sein. Der KRAVAG-Versicherungsexperte rät hier zweimal hinzuschauen: „Am besten ist es, wenn ich die Versicherung durch digitale Lösungen abwickeln und sogar in meine bestehende Software integrieren kann. Es kann nämlich sein, dass eine Versicherung zwar auf den ersten Blick günstiger ist, deren Pflege aber einfach so einen hohen Personalaufwand verursacht, dass es am Ende teurer wird als gedacht.“

    Schauen Sie sich hier das komplette Interview mit Klaus Schäfer, Vertriebsdirektor von KRAVAG, an:
  3. Schnelle und professionelle Schadensregulierung
    Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Wahl der Transportversicherung ist das Thema Schadensregulierung bei Warenschäden. Da hierbei stets die Kundenbeziehung auf dem Spiel steht, muss diese schnell funktionieren. Laut Klaus Schäfer geht die Geschwindigkeit immer vor der Art der Schadensmeldung. „Nehmen wir ein Beispiel mit einem LKW, der Gefahrengut geladen hat. Es kommt zu einem Unfall und eine gefährliche Flüssigkeit tritt heraus. Hier müssen sofort Profis ran. Bei KRAVAG ist es die Tochtergesellschaft KUSS (KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH), die unverzüglich an die Unfallstelle fährt, diese professionell absichert und Kontakt mit der Umweltschutzbehörde und Polizei aufnimmt.“ Das gleiche gilt für Ladungsdiebstahl. Denn je mehr Zeit zwischen Schaden und Meldung vergehen, desto teurer wird es. „Je früher wir von einem Ladungsdiebstahl erfahren, desto schneller können wir die Aktivitäten starten, um die Ware auch wirklich wiederzufinden. Oder auch, um benachbarte Staaten zu informieren“, ergänzt Schäfer.

  4. Faires Prämiensystem
    Der vierte Punkt, den man beachten sollte, ist laut Klaus Schäfer das Prämiensystem. Die Prämienentwicklung sollte sich an die Schadensentwicklung anpassen. Besitzt ein Unternehmen viele LKW, verursacht aber wenig Schäden, so sollte auch der Versicherungsbeitrag nach unten angepasst werden. „Einen guten Versicherer zeichnet aus, dass er den Kunden beraten kann und sagen kann, wie ich Schäden vermeide. Machen Sie einfach mal den Selbsttest! Fragen Sie Ihren Versicherungsberater, ob er sagen kann, welchen Fahrern welche Unfälle am häufigsten passieren und wie diese vorgebeugt werden können.“

 

Zusammenhang zwischen Ladungssicherheit und Parkplätzen

Für Kraftfahrer ist es oft eine Herausforderung, rechtzeitig einen LKW-Stellplatz zu finden. Den LKW auf einem sicheren Parkplatz abzustellen, auf dem nachts nicht der Kraftstoff aus dem Fahrzeug abgepumpt wird, die Plandecke nicht aufgeschlitzt und die Ware nicht gestohlen wird, ist eine weitere Schwierigkeit. Hinzu kommt noch die 45-Stunden-Regelung, die es dem Fahrer häufig nicht erlaubt, über Nacht im Fahrzeug zu bleiben. Dies hat negative Auswirkungen auf den Versicherungsschutz. „Normalerweise sollte die Wochenruhezeit dann verbracht werden, wenn der Fahrer nicht unterwegs ist. Oft lässt sich das aber nicht vermeiden. Wenn der Fahrer gezwungen ist anzuhalten und keinen sicheren Parkplatz findet, dann müssen wir darüber reden und gemeinsam eine Lösung finden“, empfiehlt der KRAVAG-Direktor

Generell ist eine regelmäßige Kommunikation zwischen dem Versicherten und der Versicherung notwendig, um den Versicherungsschutz jederzeit aktuell zu halten. “Vor allem bei Neugründung eines Transportunternehmens ist es wichtig, öfter mal ins Gespräch zu gehen und gegebenenfalls zu sagen: Das war zwar mein ursprünglicher Plan. Aber jetzt habe ich einen Auftrag, der davon abweicht. Passt es noch rein in das, was ich versichert habe?“, erklärt Schäfer. Aufträge außerhalb der Reihe sollten Transportunternehmen und Spediteure also direkt vom Versicherer überprüfen lassen.

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