Service-Mitteilung: Wissenslücken und häufige Fehler in der Spedition

So bilden Sie neue Mitarbeiter nachhaltig und effizient aus

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06.05.2019

Erkrath, 06.05.2019Laut einer BVL-Umfrage zum Fachkräftemangel in der Logistik von 2017 mangelt es nicht nur an Fahrern (46 Prozent), sondern auch an qualifizierten Kräften in der Disposition (41 Prozent). Darüber hinaus können 38 Prozent der Ausbildungsplätze in der Spedition nicht besetzt werden. Ein Großteil der fehlenden Fachkräfte wird durch den Einsatz von Quereinsteiger aufgefangen. Oft verläuft deren Ausbildung jedoch weitestgehend unstrukturiert ab. Dies ist nicht nur zeitraubend, sondern auch kostspielig und führt zu einer höheren Fluktuation.

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Tagesgeschäft in der Disposition: Learning by doing
Die Einarbeitung von neuen Kollegen läuft bei den meisten Unternehmen in der Transportbranche immer noch „nebenbei“ ab. In vielen Dispositionen wird demnach ein Quereinsteiger einfach „neben einen erfahrenen Kollegen gesetzt” und nimmt als Beobachter erst einmal nur passiv am Tagesgeschäft teil.

Der ehemalige Dispositionsleiter Andreas Rinnhofer war früher selbst für die Ausbildung neuer Kollegen zuständig und kann hier aus jahrelanger Erfahrung berichten: „Ein Neuling wird meist mit sogenannten Hilfsaufgaben anvertraut. Daher findet auch lange kein wirklicher Kundenkontakt statt. Wenn es nach ca. einem halben Jahr dann mal soweit ist und man dann beispielsweise direkt mit Reklamationen zu tun hat, sind viele überfordert. Oder merken erst dann, dass der Job nichts für sie ist und kündigen.“

Palettentausch, Schadenmanagement und andere Lernfelder
Wissenslücken zu schließen hilft den Unternehmen dabei, Unfälle und Schäden zu minimieren: „Training on the job ist fehlerbezogen. Das heißt, dass ein neuer Mitarbeiter erst etwas über Schadensmanagement oder Prävention lernt, wenn ein wirklicher Schaden entsteht“, fährt Rinnhofer fort. Eine große Stolperfalle bildet dabei das sogenannte „Kleingedruckte“ in Transportverträgen. Das ungeübte Auge übersieht hier z.B. schon einmal den Hinweis auf einen Palettentausch. In diesem Fall ist der mögliche Schaden zwar auf ein paar Hundert Euro begrenzt. Bei einem verpassten Fixtermin kann es hingegen schon ganz anders aussehen, wie Rinnhofer erklärt: „Wenn der Fahrer es nicht schafft, den Fixtermin einzuhalten und auf die Lieferung z.B. ein Kran auf die Lieferung wartet, entsteht eventuell ein Schaden von mehreren Tausend Euro.“

 

Schauen Sie sich hier den kompletten TIMOCOM LiveTalk mit Andreas Rinnhofer an: 

 

Wie kann der Wissensstand in der Transportbranche verbessert werden?
Um solchen Missständen vorzubeugen, hat Rinnhofer eine E-Learning Plattform speziell für die Speditionsbranche entwickelt: Spedifort soll den Berufseinsteigern direkt einen breiten Überblick über das zukünftige Berufsfeld bieten. Das sogenannte zertifizierte Quereinsteigerpaket beträgt 160 Stunden, wobei die Lerneinheiten schon mit 15 Minuten pro Tag abgeschlossen werden können. Wer eine Transportfirma mit einem LKW über 7,5 Tonnen führt, hat seit dem 01.01.2019 zudem einen Anspruch auf eine Förderung der Kurskosten in Höhe von 50 Prozent vom BAG. Arbeitssuchende erhalten sogar eine komplette Finanzierung. Laut Rinnhofer können solche Kurse eine gute Entscheidungshilfe in der Probezeit sein: „Zwischentests machen für beide Seiten Sinn. Zum einen, um sich selbst einzuschätzen, zum anderen kann überprüft werden, wie viele Lerneinheiten schon abgeschlossen wurden.“

Als optimale Mischung aus Theorie und Praxis wird das sogenannte „Blended Learning“ empfohlen, das E-Learning mit Präsenzveranstaltungen verbindet. Hier werden Online-Kurse mit praktischen Live-Demonstrationen verbunden.

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